Checkliste fuer eine Firmenübernahme

Checkliste für eine Firmenübernahme 

Vor allem handwerkliche Familienbetriebe stehen häufig vor dem Problem, dass es in der näheren Verwandtschaft keinen Nachfolger gibt, der das Unternehmen weiterführen könnte oder möchte.

Aber auch in anderen Unternehmen bleibt die Suche nach einem Nachfolger aus den eigenen Reihen in vielen Fällen erfolglos. Auf der anderen Seite stehen motivierte Unternehmer, die sich die Frage stellen, ob sie ihr eigenes Unternehmen gründen oder besser ein bestehendes Unternehmen übernehmen sollten.

Generell wäre es falsch, anzunehmen, dass eine Firmenübernahme mit weniger Risiken oder gar weniger Arbeit verbunden wäre als eine Neugründung. Vor allem bei einer Firmenübernahme kann sich der Nachfolger nämlich keinesfalls auf den Erfolgen seines Vorgängers ausruhen, sondern muss durch eigene Leistungen überzeugen. Allerdings kann eine Firmenübernahme auch einige Vorteile bieten, vorausgesetzt, sie ist sorgfältig durchdacht und gewissenhaft vorbereitet.

Hier dazu eine Checkliste:

•        Die Eignung.

Grundsätzlich muss der Nachfolger, wie auch ein Existenzgründer, für eine unternehmerische Tätigkeit geeignet sein, was bedeutet, dass er über kaufmännisches Denkvermögen, fachliches Know-how, Ausdauer, Motivation und den Willen zum Erfolg verfügen sollte.

Ein Nachfolger benötigt aber auch ausgeprägte kommunikative Fertigkeiten, denn er muss nicht nur mögliche Geldgeber, sondern vor allem auch den bisherigen Firmeninhaber, das Personal, die Lieferanten und die Bestandskunden von sich überzeugen.

•        Das Unternehmen.

Nachfolger und Unternehmen müssen, um es ganz einfach auszudrücken, zueinander passen.

Hilfreich bei der Suche nach einem geeigneten Unternehmen und Nachfolger sind die Angebote, die von den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und den Berufsvereinigungen in deren Börsen veröffentlicht werden.

•        Der Wert.

Ist ein interessantes Unternehmen gefunden, muss dieses auf Herz und Nieren geprüft werden. Hierbei sollten aber in erster Linie Außenstehende wie Wirtschaftsprüfer, Steuer- und Unternehmensberater oder Juristen zu Rate gezogen werden.

Sinnvoll sind zudem Gespräche mit Lieferanten und Stammkunden. Bei der geldwerten Beurteilung des Unternehmens sind vor allem drei Größen entscheidend.

Hierzu gehören der Substanzwert, beispielsweise in Form von Gebäude und Ausstattung, der ideelle Wert, der Faktoren wie den Ruf, die Kundenstruktur oder die Lage berücksichtigt, und der Ertragswert im Hinblick auf die künftig möglichen Umsätze.

•        Die Finanzierung.

Im Hinblick auf den Finanzierungsbedarf spielen nicht nur der Kaufpreis, sondern auch notwendige Investitionen eine Rolle. Um Geldgeber zu überzeugen, ist ein schlüssiger Businessplan erforderlich.

•        Die Form der Übernahme.

Prinzipiell stehen für die Firmenübernahme die Optionen Kaufen, Erben oder Pachten zur Auswahl.

Jede dieser Optionen hat Vor- und Nachteile, vor allem im Hinblick auf rechtliche und steuerliche Aspekte. Insofern sollte sich der Nachfolger sehr gründlich informieren und juristisch beraten lassen, welche Variante der Übertragung für ihn die beste Lösung ist.

•        Die Übergangsphase.

Einige Nachfolger möchten auf die Unterstützung des bisherigen Firmeninhabers zu Beginn nicht verzichten, andere hingegen schließen eine Zusammenarbeit aus.

Bei dieser Entscheidung kommt es vor allem darauf an, wie gut sich alter und neuer Firmenchef verstehen und wie viel Fachwissen letzterer mitbringt.

•        Das Personal und die Kunden.

Eine Firmenübernahme sorgt meist für Unruhe, da viele sich fragen, wie es weitergehen wird. Sinnvoll ist daher, sich und das eigene Konzept frühzeitig vorzustellen und wichtige Fragen zu klären.

Mehr Geldanlagen, Investments, Rendite und Ratgeber:

Thema: Checkliste für eine Firmenübernahme 

Teilen:

Kommentar verfassen