Gold verkaufen – Infos und Tipps, 1. Teil

Gold verkaufen – Infos und Tipps, 1. Teil

In Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Verhältnisse unsicher sind und klassische Anlageprodukte kaum Rendite abwerfen, investieren viele Sparer in Gold. Nicht umsonst gilt Gold als bewährte Krisenwährung, die vermutlich immer einen gewissen Wert behalten wird.

Gold verkaufen

Dazu kommen die Ketten, Ringe und anderen Schmuckstücke aus Gold, die im Laufe des Lebens gekauft, geschenkt oder geerbt wurden und jetzt in der Schmuckschatulle ihr Dasein fristen.

Braucht der Anleger Geld oder möchte er von einem aktuell guten Goldpreis profitieren, kann er seine Goldstücke natürlich auch wieder verkaufen. Nur: Wie sollte der Anleger dabei vorgehen? Wo bekommt er einen fairen Preis? Und wie sieht es mit den Steuern aus?

In einem zweiteiligen Beitrag haben wir Infos und Tipps rund um den Verkauf von Gold zusammengestellt:

 

Welche Art von Gold will der Anleger verkaufen?

Münzen, Barren, Uhren, Medaillen, Schmuckstücke, Zahngold: Gold ist in vielen verschiedenen Varianten auf dem Markt. Edelmetallhändler kaufen zwar in den meisten Fällen alle Goldarten an.

Doch der Verkaufserlös hängt davon ab, welchen Goldgegenstand der Anleger an den Mann bringen möchte. Und der Verkauf gestaltet sich umso leichter, je gängiger das Goldstück ist.

 

Goldbarren und Goldmünzen

Die wenigsten Probleme wird es geben, wenn der Anleger einen Goldbarren oder eine bekannte Goldmünze verkaufen will. Denn der Goldgehalt bei diesen Stücken ist verbindlich definiert und allgemein geläufig. Bei einem Krügerrand zum Beispiel liegt der Goldanteil bei exakt 31,1 Gramm, also einer Feinunze. Dazu kommen nicht ganz zwei Gramm Kupfer.

Möchte sich der Anleger einen Überblick über die aktuellen Marktpreise verschaffen, informiert er sich am besten auf einem Portal wie www.gold.de. Dort listen viele verschiedene Händler auf, zu welchem Preis sie derzeit Goldbarren und Goldmünzen ankaufen. Die Ankaufspreise hängen vom Goldpreis ab und ändern sich täglich.

Und es kann durchaus sein, dass eine Unze Feingold als Barren oder Münze etwas mehr Geld einbringt als der Betrag, zu dem der Goldpreis notiert ist. Denn wenn die Nachfrage nach Goldbarren und Goldmünzen momentan hoch ist, bezahlen die Händler auch etwas mehr. Auf diese Weise können sie die Goldstücke nämlich über den Markt beziehen und müssen sie nicht beim Produzenten bestellen.

 

Schmuck und andere Gegenstände aus Gold

Auch Schmuck und andere Goldgegenstände kann der Anleger zu Geld machen. Optimal ist, wenn der Goldanteil eingraviert ist. Findet sich auf einem Schmuckstück beispielsweise ein Stempel mit 333 oder 585, dann bedeutet das, dass das Stück zu 33,3 oder 58,5 Prozent aus Gold besteht. Den übrigen Anteil machen andere Metalle aus.

Kennt der Anleger den Goldgehalt seiner Schmuckstücke, kann er wieder über ein Vergleichsportal für Edelmetalle ermitteln, wie viel Geld er pro Gramm bekommt. Dieser Ankaufspreis richtet sich ebenfalls nach dem aktuellen Goldpreis. Allerdings fällt er mitunter niedriger aus als bei Feingold in Münzen- oder Barrenform. Das liegt daran, dass die Händler die angekauften Goldgegenstände meist zum Einschmelzen an eine Scheideanstalt weitergegeben. Die Kosten für das Einschmelzen schlagen sich als Abschlag im Ankaufspreis wieder.

Schwieriger wird es, wenn Schmuck und andere Goldgegenstände nicht gestempelt sind. Um hier den Goldgehalt zu bestimmen, muss meist ein Fachmann ran. Er kann mithilfe von speziellen Flüssigkeiten oder Geräten feststellen, ob und wie viel Gold tatsächlich in den Stücken steckt. Eine solche Analyse kann aber – je nach Aufwand – recht teuer werden. Deshalb muss der Anleger hier abwägen, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt. Mitunter fährt er besser, wenn er diese Sachen nicht als Gold, sondern als Schmuck oder Kunstgegenstände verkauft.

 

Wo kann der Anleger sein Gold verkaufen?

Nicht nur was den Verkaufserlös, sondern auch was den Verkauf als solches angeht, spielt die Art des Goldgegenstandes eine Rolle. Grundsätzlich kann der Anleger sein Gold sowohl online als auch vor Ort verkaufen. Vor Ort kann er sich an einen größeren Edelmetallhändler wenden, der in erster Linie ankauft. Daneben kann ein Juwelier der richtige Ansprechpartner sein. Bei Münzen und Barren kommt auch eine Bank in Frage.

Der Verkauf von einem genormten Goldbarren oder einer bekannten Goldmünze lässt sich unkompliziert und ohne größere Risiken übers Internet abwickeln. Wichtig ist aber, dass sich der Anleger an einen seriösen Händler wendet. Immerhin schickt er sein Gold an den Händler, der den Goldgehalt prüft und erst danach das Geld überweist.

Von Händlern, die sehr viel Geld für Werbung im Internet, in Zeitungen und Zeitschriften oder auf Plakaten in der Stadt ausgeben, sollte der Anleger besser Abstand nehmen. Denn sie zahlen oft nicht die besten Preise. Besser ist, wenn sich der Anleger auf einer einschlägigen Plattform wie www.gold.de umschaut. Hier kann er vertrauenswürdige Ankäufer finden und die Ankaufspreise miteinander vergleichen.

Hat sich der Anleger für einen Händler entschieden, sollte er überprüfen, ob dieser Mitglied im Berufsverband des deutschen Münzhandels ist. Gut ist außerdem, wenn der Händler anbietet, das Gold abzuholen. Denn wenn der Anleger sein Gold selbst als Paket verschickt, ist die Ware meist nur bis zu einem Wert von 500 Euro abgesichert.

Lässt der Händler die Ware abholen, sind die Versandkosten zwar etwas höher. Aber dafür kann sich der Anleger sicher sein, dass sein Gold von Profis transportiert wird und wirklich beim Händler ankommt. Möchte der Anleger sein Gold nicht aus der Hand geben, ist der bei einem Edelmetallhändler vor Ort gut aufgehoben. Doch in diesem Fall sollte er sich vorab online über die aktuellen Marktpreise informieren.

Bei Schmuck und anderen Goldgegenständen fährt der Anleger am besten, wenn er sich online informiert und sich parallel dazu Angebote von örtlichen Händlern machen lässt. So hat er einen guten Vergleich und kann an den Händler verkaufen, der am meisten bietet.

Möchte der Anleger Altgold oder Goldgegenstände, deren Goldgehalt er nicht kennt, verkaufen, ist ein Online-Verkauf keine gute Idee. Denn der Anleger kann nicht wissen, ob der Händler wirklich den tatsächlichen Goldgehalt ermittelt und einen fairen Preis dafür bezahlt. Deshalb ist besser, wenn sich der Anleger an einen Händler vor Ort wendet. Dieser prüft den Goldanteil meist sofort und der Anleger kann das Geschäft direkt abwickeln.

Im 2. Teil klären wir, ob, wann und wie der Anleger den Erlös aus seinem Goldverkauf versteuern muss.

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