Corona und die Finanzen 2021 – 7 wichtige Punkte, Teil I

Corona und die Finanzen 2021 – 7 wichtige Punkte, Teil I

Zum Jahreswechsel 2020 schien Corona etwas zu sein, was in erster China betraf und wie viele andere Krankheiten für Deutschland keine großartigen Folgen haben sollte. Doch schon im Februar kam es zu einem überraschend großen Ausbruch im Norden Italiens. Dann dauerte es nicht lange, bis sich das Virus so stark verbreitete, dass in etlichen Ländern ein Lockdown notwendig wurde. Im März fielen die Aktienkurse und der weltweite Reiseverkehr stand praktisch still.

Corona und die Finanzen 2021 - 7 wichtige Punkte, Teil I

Hierzulande wurden im April Kitas und Schulen geschlossen, Geschäfte und Restaurants dicht gemacht. Kontakte sollten aufs Notwendigste reduziert werden und rund sechs Millionen Menschen gingen in Kurzarbeit.

Im Sommer kam das Gefühl auf, die Krise gemeistert und das Virus unter Kontrolle zu haben. Die Infektionszahlen gingen zurück, viele Lockerungen wurden möglich und zum Teil war sogar etwas Urlaub drin.

Doch die Sicherheit erwies sich als trügerisch. Denn im Herbst schlug das Virus mit voller Wucht zurück. Nach einem Lockdown in abgeschwächter Form war eine Vollbremsung unumgänglich. Kitas, Schulen, Geschäfte und Gastronomie mussten wieder schließen, die Kontakte und die Mobilität wurden noch weiter zurückgefahren und an Winterferien war nicht zu denken.

Die kurze Zusammenfassung zeigt, dass in einem Jahr viel geschehen ist. Doch nicht alles war schlecht. So scheint sich die Lage langsam zu entspannen. Außerdem hat die Wissenschaft viele wichtige Erkenntnisse gewonnen und letztlich haben wir alle viel dazugelernt.

Die Impfungen, die unglaublich schnell entwickelt wurden, lassen Hoffnung aufkeimen, dass die Normalität irgendwann zurückkehrt. Doch bis es soweit ist, wird sicher noch einige Zeit vergehen.

Natürlich ist es leicht, im Nachhinein Kritik zu üben und über Fehler zu schimpfen. Aber zum einen hat das Corona-Virus Situationen mit sich gebracht, die für uns alle in dieser Form komplett neu waren und sind. Und zum anderen nützt es niemandem, sich über Dinge zu beschweren, die sich nicht ändern lassen. Sinnvoller ist, zu überlegen, wie Corona das Leben und die Finanzen beeinflusst hat und was das für 2021 bedeutet.

In einem zweiteiligen Beitrag nennen wir dazu sieben wichtige Punkte!:

  1. Mit Blick auf Aktien cool bleiben

Als sich abzeichnete, welches Ausmaß Corona haben wird, gingen die Börsen auf eine rasante Talfahrt. Innerhalb von vier Wochen verlor der DAX rund 39 Prozent, beim Weltindex MSCI World war es rund ein Drittel. Inzwischen haben sich die Börsen nicht nur wieder erholt, sondern sind sogar auf neue Höchststände geklettert. Damit bestätigt sich einmal mehr, dass voreilige Panik-Verkäufe nur zu unnötigen Verlusten führen.

Tatsächlich ging die Erholung der Börsen angesichts Corona sehr viel schneller vonstatten als nach früheren Krisen wie beispielsweise der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Das zeigt, dass es für einen Anleger mitunter schwierig ist, nach einem Einbruch den optimalen Moment für einen Einstieg zu finden.

Unabhängig von Corona gilt deshalb, dass der Anleger letztlich immer anfangen kann, in Aktien zu investieren. Wichtig ist nur, dass er einerseits Geld einsetzt, auf das er eine Zeit lang verzichten kann. Und dass er andererseits langfristig denkt, cool bleibt und den Atem hat, Krisen auszusitzen.

  1. Reisen bleibt problematisch

Als im März 2020 plötzlich Grenzen geschlossen und Flüge gestrichen wurden, holte das Auswärtige Amt rund 250.000 Urlauber nach Hause. Bis in den Juni hinein waren Reisen so gut wie unmöglich.

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Viele Urlauber, die schon etwas gebucht hatten, mussten stornieren, bekamen ihr Geld aber zum Teil nicht wieder. Selbst Reiseveranstalter und Fluglinien, denen die jeweiligen Staaten finanziell unter die Arme gegriffen hatten, ließen Urlauber teils monatelang auf zugesagte Erstattungen warten.

Auch im Jahr 2021 wird es wahrscheinlich schwierig werden, in die Ferien zu fahren. In Deutschland steht noch nicht fest, wann Hotels, Pensionen und andere Ferienunterkünfte wieder öffnen werden. Die Test- und Quarantänepflicht bei Reisen in Risikogebiete wird vermutlich noch lange bleiben.

Je nach Urlaubsland kann das Alltagsleben unterschiedlich stark eingeschränkt sein. Außerdem kann es jederzeit und überall einen größeren Ausbruch geben, der die jeweilige Regierung dann dazu zwingt, mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren.

Aus diesem Grund sollten bei möglichen Reiseplänen zwei Dinge beachtet werden. So ist es zum einen ratsam, bestenfalls kurzfristig zu buchen und die Bedingungen bei einem Storno sehr genau zu lesen.

Es gibt einige Reiseveranstalter, die zumindest einen Gutschein vorsehen, wenn der Urlaub coronabedingt nicht stattfinden kann. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass nicht alle Veranstalter und Fluggesellschaften die Krise überleben werden. Hohe Anzahlungen sind derzeit daher keine gute Idee.

Wer nur einen Flug bucht, sollte zum anderen direkt bei der Fluggesellschaft buchen und mit Kreditkarte bezahlen. Das Chargeback-Verfahren erhöht im Insolvenzfall nämlich die Chance, sein Geld wiederzubekommen. Beim Chargeback stellt die Bank das Geld bereit. Geht die Airline pleite, reicht die Insolvenzmasse hingegen meist nicht aus, um verfallene Tickets zu ersetzen.

  1. Kurzarbeit kann andauern

Angesichts der Corona-Krise hat die Regierung die Regeln zur Kurzarbeit vereinfacht. Die Regelungen bleiben über das ganze Jahr 2021 hinweg gültig. Natürlich kann es für einen Arbeitnehmer belastend sein, wenn sein Arbeitgeber Kurzarbeit anordnet und schwer abzusehen ist, wie lange sie anhalten wird.

Aber die Kurzarbeit kann eben das entscheidende Mittel sein, um Arbeitsplätze zu erhalten. Schließlich ist es die Haupt-Aufgabe von Kurzarbeit, Entlassungen zu vermeiden.

Außerdem kann der Arbeitnehmer die Zeit vielleicht für Dinge nutzen, die bisher auf der Strecke geblieben sind. Ein Sprachkurs, eine Weiterbildung oder ein zweites Standbein sind Beispiele für Pläne, die der Kurzarbeiter jetzt vom heimischen Rechner aus in Angriff nehmen kann.

Kündigt sich Nachwuchs an, hätte die Kurzarbeit zur Folge, dass auch das Elterngeld niedriger wäre. Doch das passiert nicht. Eine Gesetzesänderung sorgt nämlich dafür, dass bei der Berechnung nicht das Kurzarbeitergeld, sondern das Einkommen vor Corona berücksichtigt wird.

Doch auch wenn der Arbeitnehmer froh ist, dass er seinen Job behält, reduziert die Kurzarbeit das Einkommen spürbar. Wenn größere Kredite laufen oder es finanziell enger wird, sollte er deshalb rechtzeitig reagieren und sich mit seiner Bank in Verbindung setzen. Meistens lässt sich eine Lösung finden.

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Armin Stolz, 47 Jahre, Finanzberater, Siegmund Taubel, 53 Jahre, Investmentbanker, Marina Mekovic, 38 Jahre, Aktienanalystin, sowie ferya Gülcan , Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, geben Tipps und Ratgeber zu Geldanlagen, Investments und allgemeine Finanzthemen.

Ein Gedanke zu „Corona und die Finanzen 2021 – 7 wichtige Punkte, Teil I“

  1. Corana hat echt viele Nachteile mit sich gebracht, aber die Aktienkurse standen auch sehr tief und wer da investiert hat, hat es bestimmt nicht bereut haha 😉

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