7 Grundregeln für ein erfolgreiches Investment

7 Grundregeln für ein erfolgreiches Investment

Tagesgeld oder Festgeld? Aktien, Fonds oder Unternehmensanleihen? Lebensversicherung oder klassischer Sparplan? Die Möglichkeiten, sein Geld anzulegen, sind vielfältig. Und jede Geldanlage hat ihre Besonderheiten sowie ihre eigenen Vor- und Nachteile. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die immer und unabhängig vom konkreten Finanzprodukt Bestand haben.

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7 Grundregeln für ein erfolgreiches Investment

Hier sind sieben Grundregeln für ein erfolgreiches Investment!:

  1. Ziele definieren

Der erste und wichtigste Punkt, den der Anleger für sich abklären muss, ist, welche Ziele er mit seinem Investment verfolgt.

Möchte er sein Vermögen langsam, aber stetig aufbauen? Will er gleich mit einer größeren Summe einsteigen? Kann er längere Zeit auf das Geld verzichten oder will er sich die Möglichkeit offenhalten, kurzfristig auf das Kapital zuzugreifen? Welche Rendite will er in welchem Zeitraum erwirtschaften?

Um die richtige Geldanlage für sich zu finden, um der Anleger wissen, wohin es gehen soll. Gleichzeitig ist wichtig, dass er sich realistische und messbare Ziele setzt. Steckt er die Ziele zu hoch, besteht die Gefahr, dass sich Frust breit macht und der Anleger womöglich in zu riskante Produkte investiert.

Fehlen klare Kriterien, sind die Fortschritte nicht nachvollziehbar und der Anleger kann nicht überprüfen, ob er auf dem richtigen Weg ist.

  1. Risikobereitschaft festlegen

Der zweite wichtige Faktor neben den angestrebten Zielen ist die persönliche Risikobereitschaft des Anlegers.

Grundsätzlich gilt: Je höher die Renditeaussichten sind und je kurzfristiger das Investment ausgelegt ist, desto größer ist das Risiko. Andersherum sinken die Verlustrisiken mit zunehmender Anlagedauer und geringeren Renditeversprechen. Sicherheit hat nun einmal ihren Preis.

Der Anleger muss also für sich abwägen, wie viel Risiko er eingehen kann und will. Dazu gehört auch, realistisch einzuschätzen, wie sehr ihn mögliche Verluste schmerzen würden. Gerade bei der Risikobewertung ist wichtig, sehr sachlich zu kalkulieren und sich nicht von Emotionen treiben zu lassen.

  1. Anlagehorizont bestimmen

Zum gewünschten Ergebnis und der Risikobereitschaft gesellt sich als dritter wichtiger Punkt der Anlagehorizont hinzu. Dabei geht es um die Frage, für wie lange der Anleger sein Kapital in das jeweilige Finanzprodukt investieren will.

Grundsätzlich geht ein erfolgreiches Investment mit einer langen Anlagedauer einher. Sehr kurzfristige Anlagen können zwar ebenfalls erfolgreich sein. Allerdings fallen sie eher in den Bereich der Spekulationen und setzen sehr viel Fachwissen voraus.

Läuft eine Geldanlage über einen langen Zeitraum, hat sie nicht nur die Möglichkeit, über die Jahre stetig Renditen oder Zinsen zu erwirtschaften. Stattdessen können auch Schwankungen und zwischenzeitliche Verluste in aller Regel wieder ausgeglichen werden.

Denn selbst wenn Kurse mal in den Keller fallen, erholen sich die Märkte irgendwann wieder. Kann der Anleger diese Zeit abwarten, die Krise also gewissermaßen aussitzen, umgeht er Verluste und kann sich durch den erneuten Aufschwung womöglich sogar über ein sattes Plus freuen.

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  1. Anlagestrategie entwerfen

Die Ziele, die Risikobereitschaft und der Anlagehorizont sind die Grundlagen für die Anlagestrategie. Abgestimmt auf diese drei Faktoren kann der Anleger gezielt nach Finanzprodukten und Investments suchen, die zu seinen Wünschen und Bedürfnissen passen.

Steht die Anlagestrategie, sollte der Anleger dann aber auch dabei bleiben. Kleinere Änderungen sind natürlich jederzeit möglich. Doch wenn der Anleger seine Strategie ständig komplett über den Haufen wirft, kann sich keine Rendite entwickeln. Und selbst wenn, fressen sie die Kosten, die der dauernde Wechsel der Finanzprodukte verursacht, wieder auf.

  1. Wissen aneignen

Der Anleger muss kein ausgewiesener Finanzexperte sein, um sein Kapital erfolgreich anzulegen. Aber er sollte sich mit den Finanzprodukten in seinem Portfolio beschäftigen.

Eine wichtige Grundregel ist, dass der Anleger nicht investieren sollte, wenn er die Geldanlage nicht komplett versteht. Solange Unklarheiten bestehen oder Fragen offen sind, sollte kein Investment erfolgen.

Denn solange der Anleger die Strukturen, die Funktionsweise und die Details nicht nachvollziehen kann, kann er auch nicht einschätzen, welche Rendite tatsächlich möglich ist und wie viel Risiko er wirklich eingeht.

  1. Kapital streuen

Ein erfolgreiches Investment konzentriert sich nicht auf ein Produkt, sondern teilt das Anlagekapital in mehrere Bereiche auf. So kann das Portfolio zum Beispiel Tages- und Festgeld, Aktien und Gold enthalten. Die Gewichtung der einzelnen Produkte hängt dann wieder von der Anlagestrategie ab.

Das Kapital zu streuen, hat den Vorteil, dass so auch die Risiken aufgeteilt sind. Sollten risikoreichere Finanzprodukte im Portfolio nicht die erhoffte Rendite einbringen oder gar Verluste machen, fangen die sicheren Geldanlagen diese Entwicklung auf.

Gleichzeitig kann der Anleger auf diese Weise unterschiedliche Anlagehorizonte wählen und so das Geld, das dann jeweils frei wird, verbrauchen oder neu investieren.

  1. Am Ball bleiben

Auch die beste Anlagestrategie kann den Investor manchmal auf eine harte Probe stellen. Wirtschaftliche oder politische Ereignisse beispielsweise können dazu führen, dass die Märkte verrückt spielen, große Unsicherheit herrscht und selbst sichere Werte plötzlich Verluste verzeichnen.

Wichtig ist, dass sich der Anleger von solchen Stimmungen nicht anstecken und zu vorschnellen Entscheidungen verleiten lässt. Die Mischung aus besonnenem Handeln, Geduld und Weitsicht führt am Ende so gut wie immer zum Erfolg.

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Veröffentlicht von

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Armin Stolz, 47 Jahre, Finanzberater, Siegmund Taubel, 53 Jahre, Investmentbanker, Marina Mekovic, 38 Jahre, Aktienanalystin, sowie ferya Gülcan , Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, geben Tipps und Ratgeber zu Geldanlagen, Investments und allgemeine Finanzthemen.

Ein Gedanke zu „7 Grundregeln für ein erfolgreiches Investment“

  1. Zum 5. Punkt kann ich nur den YouTuber Finanzfluss empfehlen – da kriegt man sehr umfassend Infos 🙂

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