5 aktuelle Tipps rund ums Geld

5 aktuelle Tipps rund ums Geld

Diejenigen, die sich gerade den Traum vom Eigenheim erfüllen möchten oder eine andere größere Anschaffung planen, freuen sich sicher über die aktuell noch sehr günstigen Zinssätze. Für Sparer und Anleger hingegen sieht die Situation ganz anders aus.

Denn fürs Ersparte gibt es nur noch Minizinsen. Und die Europäische Zentralbank (EZB) flutet den Markt weiterhin mit Geld. So hat sie den Leitzins auf 0,0 Prozent gesenkt. Gleichzeitig hat sie die Strafzinsen, die Geschäftsbanken bezahlen müssen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB zwischenlagern, erhöht.

Die Folgen davon werden an den Verbrauchern nicht spurlos vorbeigehen. Denn sie müssen sich einerseits auf höhere Gebühren und andererseits auf noch niedrigere Guthabenzinsen einstellen. Wie sollten Anleger, Sparer und Verbraucher also am besten auf die Niedrigzinspolitik reagieren?

Hier sind fünf aktuelle Tipps rund ums Geld!:

 

Tipp 1: Schulden zurückzahlen.

Wer etwas Geld auf der hohen Kante, aber noch laufende Darlehen wie eine Baufinanzierung oder einen Ratenkredit hat, sollte das Geld nutzen, um die Schulden zu tilgen. Denn Kredite aus früheren Tagen sind oft vergleichsweise teuer.

Und für Geldanlageprodukte gibt es derzeit nur kleine Zinsen, so dass die Renditen überschaubar bleiben. Unterm Strich spart der Anleger deshalb meist mehr, wenn er seine Schulden zurückzahlt, als wenn er das Geld anlegt. Die Kosten, die der laufende Kredit verursacht, sind nämlich oft deutlich höher als das Plus, das die Geldanlage einbringt.

 

Tipp 2: Das Anlagekapital sinnvoll streuen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, eine finanzielle Reserve zurückzubehalten. Zwei bis drei Monatsgehälter als Puffer reichen aus, um einen kurzzeitigen Engpass zu überbücken oder unvorgesehene Ausgaben zu finanzieren, ohne den teuren Dispokredit in Anspruch nehmen zu müssen.

Die finanzielle Reserve kann ebenso wie ein Teil des Anlagekapitals als Tagesgeld angelegt werden. Kann der Sparer längerfristig auf das Geld verzichten, kann Festgeld eine sinnvolle Alternative sein. Die Verzinsung bei Tages- und Festgeld ist zwar mit derzeit weniger als einem Prozent recht gering. Dafür ist das Geld aber sehr sicher angelegt. Ist der Sparer risikobereiter, kann er sein Anlagekapital aufteilen und einen Teil in Aktien oder Fonds investieren. Hier winken höhere Renditen.

Wichtig ist aber, auf die Kosten zu achten. Diese können unter anderem aus Ausgabeaufschlägen, Verwaltungskosten und Vermittlungsprovisionen bestehen. Sind die Kosten vergleichsweise hoch, bleibt von der versprochenen Rendite nicht mehr viel übrig, denn bevor ein Ertrag übrigbleibt, müssen erst einmal die Kosten erwirtschaftet sein.

Zudem setzen Aktien und Fonds einen längerfristigen Anlagehorizont voraus. Etwa zehn Jahre sollten es schon sein, damit zwischenzeitliche Schwankungen problemlos ausgeglichen werden können. Ein interessantes Anlageprodukt sind ETF-Fonds. Sie werden an der Börse gehandelt und bilden das Marktgeschehen mithilfe eines Index wie dem DAX ab. Da diese Fonds ohne einen Fondsmanager auskommen, sind die Kosten sehr gering. Auch Stiftungsfonds bieten kleinere, dafür aber sichere Renditen.

Generell sollte der Sparer aber immer seine Bedürfnisse und seine Risikobereitschaft als Maßstab bei der Auswahl einer Geldanlage nehmen. Zudem sollte er sich das Produktinformationsblatt sehr genau durchlesen. Darin ist die jeweilige Anlage ausführlich beschrieben. Und der Sparer sollte nur auf Produkte setzen, die er versteht. Ist ihm etwas unklar, sollte er nachfragen und sich das Finanzprodukt noch einmal genau erklären lasen.

 

Tipp 3: In die Altersrente investieren.

Dass das Rentenniveau immer weiter sinkt und es für die jüngeren Jahrgänge schwierig werden wird, ihren Lebensstandard allein durch die gesetzliche Altersrente zu finanzieren, ist den meisten klar.

Auch die immer größere Bedeutung einer zusätzlichen Altersvorsorge haben viele erkannt. Doch die wenigsten denken an eine simple Variante der Geldanlage, die rentabel und sicher zugleich ist: eine Investition in die eigene Altersrente. Hat der Sparer Geld angespart, kann er dieses als Einmalzahlung in die Rentenkasse einzahlen. Dort wird die Einzahlung in Entgeltpunkte umgerechnet und dem eigenen Rentenkonto gutgeschrieben. Gleichzeitig profitiert das eingezahlte Geld von allen Rentenerhöhungen, die in den kommenden Jahren stattfinden.

Unterm Strich ist dadurch eine höhere Rendite möglich als bei einem herkömmlichen Altersvorsorgeprodukt. Entscheidet sich der Sparer dann später einmal dazu, etwas früher in Rente zu gehen, fängt die Einmalzahlung die Abschläge auf. Belässt es der Sparer beim regulären Rentenbeginn, kann er sich über eine höhere Rente freuen.

Zusätzliche Einzahlungen aufs Rentenkonto sind jederzeit möglich. Allerdings muss der Sparer beachten, dass er das Geld nicht wieder aus dem Rentenkonto herausnehmen kann. Deshalb sollte er nur solches Kapital einzahlen, das tatsächlich übrig ist und anderweitig nicht gebraucht wird.

 

Tipp 4: Nicht auf ausgefallene Anlageprodukte setzen.

Vorsicht ist immer dann geboten, wenn bei Geldanlagen ordentliche Renditen in Aussicht gestellt und die Produkte gleichzeitig als sehr sicher beworben werden. Als Faustregel gilt, dass mit den Renditeerwartungen immer auch das Risiko steigt. Zudem hat kein Anbieter etwas zu verschenken.

Vor allem die gerne beworbenen Beteiligungen in erneuerbare Energien, Palmöl oder Teakholz können zwar lukrativ sein, bergen aber auch Risiken. Von unkonventionellen Investments in Sachwerte wie beispielsweise Oldtimer, limitierten Whiskey oder edlen Rotwein sollte der Sparer ebenfalls die Finger lassen. Solche Geldanlagen sind höchst spekulativ und bestenfalls für Anleger, die sich im jeweiligen Bereich wirklich gut auskennen, eine Option.

Gold kann einen kleinen Teil des Anlagevermögens ausmachen. Doch auch Gold ist eher eine spekulative Geldanlage und wirft keine regelmäßigen Erträge ab. Eine Rendite lässt sich mit Gold nur dann erwirtschaften, wenn das Edelmetall teurer verkauft werden kann als es gekauft wurde. Doch ob das tatsächlich gelingt, ist ungewiss.

Tipp 5: Die Kosten fürs Girokonto im Blick behalten.

Eigentlich hat die Null-Zins-Politik der EZB nichts mit Girokonten zu tun. Aber nachdem der Leitzins auf 0 Prozent gesenkt wurde und die Banken höhere Strafzinsen bezahlen müssen, wenn sie Kapital bei der EZB parken, liegt es nahe, dass diese Kosten an die Bankkunden weitergegeben werden. Einige Banken haben die Gebühren bereits erhöht, andere Banken planen eine Anpassung ihrer Preismodelle.

Betroffen sind beispielsweise bislang kostenlose Girokonten, die komplett abgeschafft oder an strengere Bedingungen wie höhere Mindesteingänge geknüpft werden. Auch Überweisungen und Zahlungsaufträge, die am Schalter abgegeben werden, werden teuer. Gleiches gilt für Geld- und Kreditkarten. Einige Banken erhöhen die Kosten für Auslandsüberweisungen, andere Banken setzen die Dispozinsen hoch und wieder andere Banken bitten Kunden, die kein Online-Banking nutzen möchten oder können, stärker zur Kasse.

Ratsam ist deshalb, die Kontogebühren im Blick zu behalten. Denn oft handelt es sich um einmalige Erhöhungen, die erst bei genauerem Hinsehen auffallen. Außerdem sollte der Kontoinhaber die Kosten für die verschiedenen Kontomodelle seiner Bank und anderer Anbieter vergleichen und bei einem besseren Angebot über einen Wechsel nachdenken.

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