Corona und die Finanzen 2021 – 7 wichtige Punkte, Teil II

Corona und die Finanzen 2021 – 7 wichtige Punkte, Teil II

Corona haben rückblickend viele vermutlich komplett unterschätzt. Es gab zwar schon immer Krankheiten, die teils viele Menschenleben kosteten. Genauso traten immer mal wieder Epidemien auf. Doch das ein Virus eine Pandemie auslösen und die ganze Welt monatelang in Atem halten würde, war und ist eine gänzliche neue Situation. Bis vor Beginn 2020 hätten sich wohl die wenigsten vorstellen können, dass plötzlich Kitas und Schulen, Geschäfte und Restaurants geschlossen, Reisen nur schwer möglich und persönliche Kontakte eingeschränkt werden.

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Corona und die Finanzen 2021 - 7 wichtige Punkte, Teil II

Kaum jemand hätte gedacht, dass Menschen mit Masken ein fast schon selbstverständliches Bild im deutschen Alltag sein werden. Auch dass Begriffe wie Quarantänepflicht, Abstandsregeln oder Lockdown zu gängigen Vokabeln werden, war schwer vorstellbar.

Jede Krise bringt nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern zeigt auch sehr genau Stärken und Schwächen auf. Es werden richtige Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht. Niemand wird ernsthaft bestreiten, dass vieles hätte besser laufen können, teils sogar müssen. Doch zur Wahrheit gehört genauso, die Dinge zu sehen, die gut gelaufen sind.

Hinzu kommt, dass es zu früh ist, um sich zurückzulehnen. Denn noch ist die Pandemie nicht vorbei. Deshalb lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie sich Corona auf das Leben und die Finanzen ausgewirkt hat und welche Folgen sich daraus für 2021 ergeben. In diesem Zusammenhang nennen wir sieben wichtige Punkte. Los ging es mit Aktien, Reisen und Kurzarbeit.

Hier ist Teil II!:

  1. Home-Office wird bleiben

Im vergangenen Jahr arbeitete rund jeder dritte Arbeitnehmer zumindest zeitweise im Home-Office.  Das war weit mehr, als je zuvor. Auch vor Corona waren flexiblere Arbeitsmodelle und das Arbeiten von daheim aus schon regelmäßig im Gespräch. Corona hat diesen Trend aber deutlich verstärkt.

Und nachdem die anfängliche Skepsis gewichen ist, haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Vorteile erkannt. So sparen Arbeitnehmer Wege, während Arbeitgeber weniger Büroraum brauchen. Die Digitalisierung kann dabei helfen, viele Abläufe schneller, einfacher, kostengünstiger und flexibler zu gestalten.

Natürlich eignet sich längst nicht jeder Job fürs Home-Office. Genauso sind persönliche Kontakte und echte Nähe manchmal unverzichtbar. Außerdem gibt es Mitarbeiter, die in der geschützten Atmosphäre des Büros effektiver und produktiver arbeiten können als im heimischen Arbeitszimmer. Trotzdem wird das Home-Office kein vorübergehender Trend sein.

Die Regierung möchte ein Gesetz auf den Weg bringen, das die Arbeit im Home-Office regelt. Vor allem was den Arbeits- und Unfallschutz angeht, sollen die Bedingungen angeglichen werden. Doch einen Anspruch darauf, von Zuhause aus zu arbeiten, wird es so schnell nicht geben.

  1. Gute Telekommunikationsverträge sind wichtig

Natürlich ist ein Telefonat oder ein Chat kein echter Ersatz für ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht, den persönlichen Kontakt, den kurzen Klatsch in der Kaffeeküche oder gar eine Umarmung. Daran ändert auch eine eingeschaltete Kamera nichts. Aber es hilft genauso wenig, ständig zu jammern. Die Situation erfordert eben andere Lösungen.

Gleichzeitig werden damit gute, schnelle und zuverlässige Verbindungen wichtiger als je zuvor. Glücklicherweise waren Telefon-, Internet- und Handytarife aber auch noch nie so kostengünstig.

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Die Auswahl ist groß und dank Datenpaketen, die flexibel zusammengestellt werden können, lässt sich der Tarif an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Es lohnt sich deshalb, den bestehenden Vertrag unter die Lupe zu nehmen und über einen Wechsel nachzudenken.

Natürlich hat Corona schmerzlich vor Augen geführt, dass die Netzabdeckung vielerorts hinterherhinkt. Genauso wurde deutlich, dass die digitalen Infrastrukturen in einigen Regionen noch viel Ausbau erfordern.

Trotzdem gibt es immer Alternativen. Wenn beispielsweise das DSL zu langsam oder zu instabil ist, kann Kabelinternet oder Mobilfunk mit LTE die richtige Lösung sein.

  1. Selbstständige können Hilfen abrufen

Ladenbesitzer, Gastronomen, Künstler, Veranstalter und viele weitere, vor allem kleinere Unternehmen stecken in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Regierung hat ein riesiges Paket mit Hilfen geschnürt und die Unterstützungsleistungen mehrfach nachgebessert und aufgestockt. Allerdings ist es oft nicht so einfach, tatsächlich an das Geld zu kommen.

Mitunter dauerte es viele Wochen, bis die Hilfen ausgezahlt wurden. Andere Überbrückungshilfen wurden kaum abgerufen, weil die Hürden zu hoch und die Abwicklung zu kompliziert sind.

Für Selbstständige lohnt es sich aber, am Ball zu bleiben. Zumal die Hilfen bis weit in 2021 hineinreichen. Die Überbrückungshilfe III zum Beispiel greift Selbstständigen bis Juni 2021 finanziell unter die Arme.

Außerdem bemüht sich die Regierung ernsthaft darum, Lösungen für alle zu finden. So gibt es beispielsweise die sogenannte Neustarthilfe. Sie soll die Betriebskosten von Solo-Selbstständigen auffangen.

Diejenigen, die kaum Betriebskosten wie Mieten oder Leasingraten haben, können pauschale Zahlungen von bis zu 5.000 Euro bekommen. Das betrifft beispielsweise Künstler.

  1. Die Vorsorge regeln

Niemand möchte sich und andere mit Corona anstecken, einen Unfall erleiden oder generell an einer Krankheit schwer erkranken. Aber das Leben fragt nicht nach und das Schicksal holt sich keine Erlaubnis ein, bevor er zuschlägt. Umso wichtiger ist, vorher Regelungen getroffen zu haben.

Wie weit soll eine medizinische Behandlung gehen? Welche Maßnahmen sollen durchgeführt werden und welche nicht? Wer soll entscheiden, wenn es der Betroffene selbst nicht mehr kann? Wer soll sich um Verträge und Finanzen kümmern oder im Ernstfall die Kinder versorgen oder die Geschäfte übernehmen?

Solche Fragen sind nicht angenehm. Doch ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass automatisch der Ehepartner oder die Kinder entscheiden können.

Ohne Dokumente wie eine Patientenverfügung, eine Vorsorgevollmacht oder ein Testament haben im Ernstfall zunächst einmal Dritte das Sagen. Deshalb ist es wichtig, möglichst früh Vorkehrungen zu treffen. Auch wenn es noch so schwerfällt.

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Armin Stolz, 47 Jahre, Finanzberater, Siegmund Taubel, 53 Jahre, Investmentbanker, Marina Mekovic, 38 Jahre, Aktienanalystin, sowie ferya Gülcan , Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, geben Tipps und Ratgeber zu Geldanlagen, Investments und allgemeine Finanzthemen.

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