Die aktuell sichersten Geldanlagen

Die aktuell sichersten Geldanlagen in der Übersicht  

Es gab Zeiten, in denen für Investoren und Anleger eine möglichst hohe Rendite ganz klar im Mittelpunkt stand. Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise, einer ungewissen Zukunft des Euro und drohender Staatspleiten hat sich das Bild jedoch gewandelt.

Heute steht bei den meisten die Sicherheit an erster Stelle. Die Zinsen, die sichere Geldanlagen bieten, sind zwar in aller Regel recht überschaubar, aber im Gegenzug kann sich der Anleger fast sicher sein, dass er sein investiertes Kapital samt Zinsen wiederbekommt.

Neben der Sicherheit sollten Anleger allerdings auch die Laufzeiten im Auge behalten, denn bei den derzeitigen Niedrigzinsen macht es nicht allzu viel Sinn, sein Kapital über lange Jahre zu binden. Nun wird sich so mancher aber fragen, welche Anlageprodukte denn nun vielversprechend erscheinen.

Hier die aktuell sichersten Geldanlagen in der Übersicht: 

Tagesanleihen des Bundes und Anleihen der Bundesländer

Deutschland genießt als Schuldner sehr großes Vertrauen und von der Top-Ratingnote AAA können auch Anleger profitieren, denn die hervorragende Einstufung ist gleichbedeutend mit einer sehr hohen Sicherheit für das angelegte Geld. Die Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH gibt im Auftrag des Bundes Bundeswertpapiere heraus und ein sehr interessantes Anlageprodukt dabei sind Tagesanleihen des Bundes.

Diese werden zwar aktuell mit weniger als einem Prozent verzinst, aber sie bieten den Vorteil, dass der Anleger täglich über sein Geld verfügen kann. Zudem wird der Zinssatz jeden Tag an die aktuellen Marktzinsen angepasst, so dass die Verzinsung der Tagesanleihen automatisch steigt, wenn sich das allgemeine Zinsniveau erhöht.

Sehr interessant können außerdem die Anleihen der Bundesländer sein. Im Hinblick auf die Sicherheit stehen sie Bundesanleihen in nichts nach, bieten bei gleichen Laufzeiten aber meist deutlich attraktivere Konditionen. Unabhängig von der eigentlichen Laufzeit können die Anleihen der Bundesländer, genauso wie auch Bundesanleihen, übrigens börsentäglich ver- und gekauft werden. 

Finanzierungsschätze

Im Unterschied zu Bundesanleihen, Bundesschatzbriefen und Bundesobligationen, die zwar ebenfalls als sehr sichere Anlagen gelten, aber Laufzeiten zwischen fünf und 30 Jahren haben, beträgt die Laufzeit bei Finanzierungsschätzen nur ein oder zwei Jahre.

Kleinerer Nachteil bei Finanzierungsschätzen wiederum ist die doch sehr überschaubare Verzinsung, die der hohen Sicherheit geschuldet ist. Wer in Finanzierungsschätze investieren möchte, muss mindestens 500 Euro anlegen. Für den Kauf selbst werden keine Gebühren fällig und wenn die Anlage direkt bei der Finanzagentur geführt wird, ist auch die Depotverwaltung kostenfrei.

Bei Banken und Sparkassen hingen fallen Gebühren für die Verwaltung von Finanzierungsschätzen an. 

Tagesgeld und Festgeld

Die Tagesgeldangebote von Banken und Sparkassen sind im Grunde genommen ein Pendant zu den Tagesanleihen des Bundes. Auch hier können die Anleger täglich über ihr Geld verfügen und profitieren gleichzeitig von dem Vorteil, dass die Kontoführung kostenfrei ist.

Bei all den attraktiven Angeboten deutscher und ausländischer Banken sollten Anleger aber nicht nur auf die Zahlen achten. Spätestens seit Lehman sollte jedem klar sein, dass auch bei einer Bank die Pleite nicht ausgeschlossen ist. Daher sollte sich der Anleger immer auch fragen, wie er die Zukunft der jeweiligen Bank einschätzt. Sparkassen und Genossenschaftsbanken arbeiten mit ihrer eigenen Sicherheitseinrichtung.

Bei Privatbanken sollte der Anleger zugunsten der Sicherheit nur dann sein Geld anlegen, wenn die Bank dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angehört. Im schlimmsten Fall springt diese nämlich mit einer Entschädigung für die Investoren ein. Gleiches gilt für ausländische Banken, für die ebenfalls das deutsche System der Einlagensicherung gelten sollte. Neben Tagesgeld bietet sich auch Festgeld als Anlageoption an, sofern sich die Laufzeit zwischen einem und maximal drei Jahren bewegt.

Neben der Verzinsung sollten die Anleger aber auch hier wieder auf die Einlagensicherung achten. Zudem sollten Anleger die aktuellen Angebote unbedingt miteinander vergleichen, denn die Konditionen für Tages- und Festgeld unterliegen häufigen Änderungen.  

Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen können durchaus eine gute Alternative zu Staatsanleihen oder zum Tages- und Festgeld sein. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Anleger keinerlei Zweifel daran hat, dass er sein investiertes Kapital zusammen mit den Zinsen zurückbekommt.

Hat er hingegen Bedenken, dass das Unternehmen vielleicht doch nicht ganz so gut aufgestellt ist, sollte er sich für ein anderes Anlageprodukt entscheiden. Wer nach Unternehmensanleihen sucht, die attraktive Konditionen bei überschaubaren Risiken bieten, sollte sich nicht nur auf DAX-Unternehmen konzentrieren.

Es gibt eine Reihe von grundsoliden und als Schuldner absolut vertrauenswürdigen Unternehmen mit hervorragenden Ratingnoten, die nicht an der Börse notiert sind. Um das Risiko von Verlusten zu senken, sollten aktuell außerdem nur Unternehmensanleihen gekauft werden, deren Laufzeiten maximal fünf Jahre betragen.      

Sparbuch

Gerade in turbulenten und schwierigen Zeiten besinnen sich viele Anleger wieder auf die bewährten Anlagen, die schon so manche Krise überstanden haben. Zu diesen Anlagen gehören zum einen Werte wie Gold oder Immobilien, zum anderen aber auch das gute alte Sparbuch.

Verglichen mit beispielsweise einem Tagesgeldkonto sind die Zinsen zwar niedriger, der bürokratische Aufwand höher und die Flexibilität eingeschränkter, denn im Regelfall ist die Summe, die in einem bestimmten Zeitraum abgehoben werden kann, begrenzt.

Aber dafür gibt es kaum eine andere Anlage, die so viel garantierte Sicherheit bietet wie ein Sparbuch.

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