Portfolio-Stresstest & Crash-Simulator
Wie würde sich Ihr Depot verhalten, wenn die Märkte plötzlich kräftig unter Druck geraten? Gerade in ruhigen Börsenphasen wird leicht unterschätzt, wie unterschiedlich Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Liquidität auf einen starken Marktschock reagieren können.

Der Portfolio-Stresstest macht solche „Was-wäre-wenn?“-Szenarien sichtbar: Stellen Sie Ihre Vermögensaufteilung zusammen, wählen Sie ein Stressszenario und sehen Sie, welche Anlageklassen Ihr Portfolio besonders belasten oder stabilisieren könnten. So entsteht kein Blick in die Zukunft, aber ein deutlich besseres Gefühl dafür, wo mögliche Risiken liegen und wie widerstandsfähig die eigene Aufteilung unter angenommenen Krisenbedingungen wäre:
Portfolio-Stresstest & Crash-Simulator
Wie widerstandsfähig ist Ihr Depot bei einem Marktschock?
Mit diesem Portfolio-Stresstest können Sie untersuchen, wie sich beispielhafte Markt-, Inflations-, Rezessions- oder Zinsschocks auf ein selbst zusammengestelltes Portfolio auswirken könnten. Die Auswertung zeigt nicht nur den möglichen Wertverlust, sondern auch die Beiträge einzelner Anlageklassen, die erforderliche Erholung bis zum Ausgangswert und auf Wunsch den Vergleich zweier Portfolios.
So funktioniert der Depot-Stresstest
Geben Sie den Depotwert an und verteilen Sie das Portfolio auf die fünf Anlageklassen. Die Gewichtungen müssen zusammen 100 % ergeben.
Wählen Sie beispielsweise einen Aktiencrash, eine Rezession oder einen Zinsanstieg. Alternativ können Sie jede Anlageklasse individuell belasten.
Der Simulator berechnet den möglichen Portfoliowert nach dem Stress, die Veränderung in Euro und Prozent sowie die Belastung durch die einzelnen Anlageklassen.
Stresstest-Auswertung
Die folgende statische Beispielauswertung basiert auf 100.000 € Ausgangskapital, Portfolio A mit 60 % Aktien, 20 % Anleihen, 10 % Immobilien, 5 % Gold und 5 % Liquidität sowie dem Szenario „Aktiencrash“.
Beispielauswertung: Portfolio A fällt im gewählten Aktiencrash-Modell von 100.000 € auf 78.300 €.
Ausgangswert vor Anwendung der gewählten Stressannahmen.
Modellierter Restwert von Portfolio A nach Anwendung aller Veränderungen.
Differenz zwischen Ausgangswert und simuliertem Portfoliowert.
Prozentuale Veränderung des Gesamtportfolios im gewählten Modell.
Portfolio A vor dem Stress
Die Kreisgrafik zeigt die voreingestellte Verteilung der fünf Anlageklassen.
Vorher-Nachher-Vergleich
Die Balken veranschaulichen den Ausgangswert und den modellierten Portfoliowert nach dem Stress.
Welche Anlageklasse belastet oder stabilisiert das Portfolio?
Die Beitragsanalyse zerlegt die Gesamtveränderung nach Anlageklassen. Dadurch wird sichtbar, woher der simulierte Verlust oder ein möglicher stabilisierender Effekt stammt.
Erholungsstrecke
Nach einem Verlust reicht derselbe Prozentgewinn nicht aus
Sinkt das Beispielportfolio von 100.000 € auf 78.300 €, müsste der verbleibende Wert anschließend um rund 27,7 % steigen, um wieder 100.000 € zu erreichen.
Ursache ist die mathematische Asymmetrie zwischen Verlust und Erholung: Der notwendige Gewinn wird auf einen bereits reduzierten Ausgangswert berechnet.
Portfolio A und Portfolio B im direkten Vergleich
Derselbe Stress wirkt je nach Gewichtung unterschiedlich. Der Vergleich macht sichtbar, wie stark die Zusammensetzung das Ergebnis des Modells beeinflusst.
- Ausgangswert
- 100.000 €
- Nach Stress
- 78.300 €
- Veränderung
- −21.700 €
- Nötige Erholung
- +27,7 %
- Ausgangswert
- 100.000 €
- Nach Stress
- 85.900 €
- Veränderung
- −14.100 €
- Nötige Erholung
- +16,4 %
Portfolio B verliert im gewählten Aktiencrash-Modell 7,6 Prozentpunkte weniger als Portfolio A. Das ist keine Aussage darüber, welches Portfolio langfristig besser wäre, sondern ausschließlich ein Vergleich innerhalb dieses Stressszenarios.
Was lässt sich aus dem Ergebnis ablesen?
Der prozentuale Rückgang zeigt, wie stark das gesamte Portfolio unter den gewählten Annahmen betroffen wäre.
Die Beitragsanalyse zeigt, welche Anlageklassen den größten Anteil am modellierten Verlust oder Gewinn haben.
Je größer ein Verlust ausfällt, desto stärker muss das verbliebene Kapital prozentual steigen, um wieder den Ausgangswert zu erreichen.
Zwei Portfolios können auf exakt dasselbe Szenario sehr verschieden reagieren, wenn ihre Anlageklassen unterschiedlich gewichtet sind.
Wie berechnet der Portfolio-Stresstest das Ergebnis?
Für jede Anlageklasse wird zunächst ihr Anteil am Ausgangskapital bestimmt. Anschließend wird auf diesen Teilbetrag die für das gewählte Szenario hinterlegte prozentuale Veränderung angewendet. Die nach dem Stress verbleibenden Einzelwerte werden zum neuen Portfoliowert addiert.
Ausgangskapital × Gewichtung der Anlageklasse
Wert der Anlageklasse × (1 + Stressveränderung ÷ 100)
Summe aller Anlageklassen nach Anwendung des Stressszenarios
(Ausgangswert ÷ Restwert − 1) × 100
Beispiel: Warum die Portfolioaufteilung einen Unterschied macht
Bei einem Ausgangskapital von 100.000 € enthält Portfolio A im Beispiel 60.000 € Aktien. Werden für diese Aktien im Stressmodell −35 % angenommen, entstehen allein daraus −21.000 € Wertveränderung. Positive Modellbeiträge aus Anleihen und Gold gleichen davon zusammen 800 € aus, während Immobilien weitere 1.500 € verlieren.
Dadurch verbleiben im Beispiel 78.300 €. Portfolio B besitzt dagegen nur 40 % Aktien und reagiert bei ansonsten identischem Szenario weniger stark. Sein modellierter Restwert beträgt 85.900 €.
Dieser Vergleich zeigt den Zweck eines Stresstests: Er soll nicht die Zukunft vorhersagen, sondern sichtbar machen, welche Bestandteile eines Portfolios unter festgelegten Annahmen besonders stark auf das Gesamtergebnis wirken.
Häufige Fragen zum Portfolio-Stresstest
Was ist ein Portfolio-Stresstest?
Ein Portfolio-Stresstest untersucht, wie sich vorab festgelegte Wertveränderungen verschiedener Anlageklassen auf ein Portfolio auswirken würden. Anders als eine Prognose beantwortet er eine hypothetische „Was wäre, wenn?“-Frage.
Ist der berechnete Verlust eine Vorhersage für den nächsten Börsencrash?
Nein. Die Szenarien sind illustrative Modellannahmen. Reale Krisen können hinsichtlich Stärke, Dauer, Reihenfolge und Wechselwirkung der Anlageklassen erheblich anders verlaufen.
Warum müssen die Portfolioanteile zusammen 100 Prozent ergeben?
Das Tool verteilt den vollständigen eingegebenen Portfoliowert auf fünf Anlageklassen. Nur bei insgesamt 100 % entspricht die Summe der Teilbeträge exakt dem angegebenen Ausgangskapital.
Was bedeutet die notwendige Erholung nach einem Verlust?
Nach einem Verlust wird der anschließende Gewinn auf einen kleineren Kapitalbetrag berechnet. Deshalb ist beispielsweise nach einem Rückgang von 20 % ein Gewinn von 25 % nötig, um wieder den ursprünglichen Wert zu erreichen.
Was ist der Unterschied zum Monte-Carlo-Simulator?
Dieser Stresstest berechnet die Folgen eines konkret festgelegten Szenarios. Eine Monte-Carlo-Simulation untersucht dagegen viele mögliche Entwicklungspfade anhand von Wahrscheinlichkeits- und Zufallsannahmen. Beide Werkzeuge beantworten daher unterschiedliche Fragestellungen.
Kann ich eigene Crash-Annahmen verwenden?
Ja. Im Bereich „Eigenes Stressszenario festlegen“ können für Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Liquidität individuelle Veränderungen zwischen −100 % und +100 % eingestellt werden.
Werden meine Eingaben übertragen oder gespeichert?
Nein. Das Tool benötigt keine Datei-Uploads, kein Benutzerkonto und keine externen Datenquellen. Die Berechnungen sind für die lokale Verarbeitung im Browser vorgesehen und die eingegebenen Werte müssen dafür nicht an einen externen Dienst übertragen werden.
Hinweis zur Einordnung der Ergebnisse
Der Portfolio-Stresstest ist ein Informations- und Rechenwerkzeug für hypothetische Szenarien. Die Ergebnisse stellen keine Anlageempfehlung, Finanzberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Prognose zukünftiger Marktentwicklungen dar. Individuelle Anlageentscheidungen können wesentlich mehr Faktoren erfordern, als dieses vereinfachte Modell berücksichtigt.
Mehr Tools & Rechner:
- Investment Warnsingnal-Check
- Beteiligungs- und Verwässerungsrechner
- Anlageklassen Verteilungsrechner
- Dividendenrendite-Rechner
- Goldabbau-Rechner
- Firmenbeteiligung-Kapitalrenditerechner
- Investition-Risikotoleranzrechner
- Investorensuche Anschreiben-Tool
- Unternehmensbewertungs-Rechner
- Investment QR-Code-Generator
- Verlustausgleich-Rechner
- Investor-Fit-Check: Welcher Investor passt zu meinem Unternehmen?
- Monte-Carlo-Simulator für Geldanlagen
- Startup-Runway-Rechner: Burn Rate und Kapitalbedarf
Übersicht:
Fachartikel
Verzeichnis
Über uns
- 3 Missverständnisse zu Stablecoins - 16. August 2025
- Für wen eignet sich ein Robo-Advisor? Teil II - 16. Juli 2025
- Für wen eignet sich ein Robo-Advisor? Teil I - 17. Juni 2025
