Portfolio-Stresstest & Crash-Simulator

Portfolio-Stresstest & Crash-Simulator

Wie würde sich Ihr Depot verhalten, wenn die Märkte plötzlich kräftig unter Druck geraten? Gerade in ruhigen Börsenphasen wird leicht unterschätzt, wie unterschiedlich Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Liquidität auf einen starken Marktschock reagieren können.

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Der Portfolio-Stresstest macht solche „Was-wäre-wenn?“-Szenarien sichtbar: Stellen Sie Ihre Vermögensaufteilung zusammen, wählen Sie ein Stressszenario und sehen Sie, welche Anlageklassen Ihr Portfolio besonders belasten oder stabilisieren könnten. So entsteht kein Blick in die Zukunft, aber ein deutlich besseres Gefühl dafür, wo mögliche Risiken liegen und wie widerstandsfähig die eigene Aufteilung unter angenommenen Krisenbedingungen wäre:

Portfolio-Stresstest & Crash-Simulator

Wie widerstandsfähig ist Ihr Depot bei einem Marktschock?

Mit diesem Portfolio-Stresstest können Sie untersuchen, wie sich beispielhafte Markt-, Inflations-, Rezessions- oder Zinsschocks auf ein selbst zusammengestelltes Portfolio auswirken könnten. Die Auswertung zeigt nicht nur den möglichen Wertverlust, sondern auch die Beiträge einzelner Anlageklassen, die erforderliche Erholung bis zum Ausgangswert und auf Wunsch den Vergleich zweier Portfolios.

Portfolio visuell zusammenstellen Gewichten Sie Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Liquidität mit Schiebereglern.
Stressszenario simulieren Testen Sie vorgegebene Modellannahmen oder definieren Sie einen eigenen Stressfall.
Verlust und Erholung verstehen Sehen Sie, welche Anlageklasse das Ergebnis beeinflusst und welcher anschließende Gewinn zur vollständigen Erholung nötig wäre.

So funktioniert der Depot-Stresstest

Depot aufteilen

Geben Sie den Depotwert an und verteilen Sie das Portfolio auf die fünf Anlageklassen. Die Gewichtungen müssen zusammen 100 % ergeben.

Stress auswählen

Wählen Sie beispielsweise einen Aktiencrash, eine Rezession oder einen Zinsanstieg. Alternativ können Sie jede Anlageklasse individuell belasten.

Auswirkung analysieren

Der Simulator berechnet den möglichen Portfoliowert nach dem Stress, die Veränderung in Euro und Prozent sowie die Belastung durch die einzelnen Anlageklassen.

Portfolio zusammenstellen

Ausgangspunkt des Stresstests ist die aktuelle oder eine beispielhafte Verteilung Ihres Vermögens.

Beispielwert: 100.000 €. Der Betrag dient ausschließlich als Berechnungsgrundlage für die Simulation.

Portfolio A

Stellen Sie die Gewichtung des Portfolios ein. Die Beispielverteilung beträgt 60 % Aktien, 20 % Anleihen, 10 % Immobilien, 5 % Gold und 5 % Liquidität.

Unternehmensbeteiligungen und Aktienfonds
60 %
Festverzinsliche Wertpapiere und Anleihefonds
20 %
Direkte oder indirekte Immobilienanlagen
10 %
Physisches Gold oder goldbezogene Anlagepositionen
5 %
Barbestand, Tagesgeld oder vergleichbare liquide Mittel
5 %
Gesamtgewichtung Portfolio A Für eine vollständige Portfolioaufteilung müssen exakt 100 % erreicht werden.
100 %

Die Beispielverteilung ist vollständig und ergibt 100 %.

Zweites Portfolio vergleichen Optional können Sie eine defensivere oder offensivere Verteilung demselben Stressszenario gegenüberstellen.
Portfolio B

Als Vergleich ist eine stärker diversifizierte Beispielverteilung mit 40 % Aktien, 30 % Anleihen, 10 % Immobilien, 10 % Gold und 10 % Liquidität voreingestellt.

Unternehmensbeteiligungen und Aktienfonds
40 %
Festverzinsliche Wertpapiere und Anleihefonds
30 %
Direkte oder indirekte Immobilienanlagen
10 %
Physisches Gold oder goldbezogene Anlagepositionen
10 %
Barbestand, Tagesgeld oder vergleichbare liquide Mittel
10 %
Gesamtgewichtung Portfolio B Auch das Vergleichsportfolio muss exakt 100 % ergeben.
100 %

Die Beispielverteilung ist vollständig und ergibt 100 %.

Stressszenario auswählen

Die Prozentwerte beschreiben ausschließlich die für die Simulation angenommene Veränderung der jeweiligen Anlageklasse.

Vorgegebenes Stressszenario
Eigenes Stressszenario festlegen Wählen Sie individuelle Wertveränderungen zwischen −100 % und +100 %.

Negative Werte stehen für einen angenommenen Verlust, positive Werte für einen angenommenen Wertzuwachs. Die Werte werden erst für die Berechnung verwendet, wenn „Individueller Stress“ als Szenario ausgewählt ist.

Angenommene Veränderung im individuellen Szenario
−30 %
Angenommene Veränderung im individuellen Szenario
−5 %
Angenommene Veränderung im individuellen Szenario
−15 %
Angenommene Veränderung im individuellen Szenario
+5 %
Angenommene nominale Veränderung im individuellen Szenario
0 %

Ohne JavaScript bleiben die Beispielwerte, Szenarien und die dazugehörige Beispielauswertung vollständig lesbar. Für eine individuelle Neuberechnung muss JavaScript im Browser aktiviert sein.

Stresstest-Auswertung

Die folgende statische Beispielauswertung basiert auf 100.000 € Ausgangskapital, Portfolio A mit 60 % Aktien, 20 % Anleihen, 10 % Immobilien, 5 % Gold und 5 % Liquidität sowie dem Szenario „Aktiencrash“.

Beispielauswertung: Portfolio A fällt im gewählten Aktiencrash-Modell von 100.000 € auf 78.300 €.

Portfoliowert vor Stress 100.000 €

Ausgangswert vor Anwendung der gewählten Stressannahmen.

Portfoliowert nach Stress 78.300 €

Modellierter Restwert von Portfolio A nach Anwendung aller Veränderungen.

Veränderung −21.700 €

Differenz zwischen Ausgangswert und simuliertem Portfoliowert.

Stressverlust −21,7 %

Prozentuale Veränderung des Gesamtportfolios im gewählten Modell.

Portfolio A vor dem Stress

Die Kreisgrafik zeigt die voreingestellte Verteilung der fünf Anlageklassen.

Verteilung von Portfolio A 60 Prozent Aktien, 20 Prozent Anleihen, 10 Prozent Immobilien, 5 Prozent Gold und 5 Prozent Liquidität. 100.000 € Ausgangswert
Aktien 60 %
Anleihen 20 %
Immobilien 10 %
Gold 5 %
Liquidität 5 %

Vorher-Nachher-Vergleich

Die Balken veranschaulichen den Ausgangswert und den modellierten Portfoliowert nach dem Stress.

Portfoliowert vor und nach dem Aktiencrash-Szenario Der Ausgangswert beträgt 100.000 Euro. Der modellierte Wert nach dem Stress beträgt 78.300 Euro. 100.000 € 78.300 € Vor Stress Nach Stress
Im Beispiel reduziert das gewählte Szenario Portfolio A um 21.700 € beziehungsweise 21,7 %.

Welche Anlageklasse belastet oder stabilisiert das Portfolio?

Die Beitragsanalyse zerlegt die Gesamtveränderung nach Anlageklassen. Dadurch wird sichtbar, woher der simulierte Verlust oder ein möglicher stabilisierender Effekt stammt.

Aktien 60.000 € × −35 %
−21.000 € größter negativer Beitrag
Anleihen 20.000 € × +2 %
+400 € stabilisierender Beitrag
Immobilien 10.000 € × −15 %
−1.500 € negativer Beitrag
Gold 5.000 € × +8 %
+400 € stabilisierender Beitrag
Liquidität 5.000 € × 0 %
0 € im Modell unverändert
Gesamtauswirkung Summe aller modellierten Beiträge
−21.700 €

Erholungsstrecke

Nach einem Verlust reicht derselbe Prozentgewinn nicht aus

Sinkt das Beispielportfolio von 100.000 € auf 78.300 €, müsste der verbleibende Wert anschließend um rund 27,7 % steigen, um wieder 100.000 € zu erreichen.

Ursache ist die mathematische Asymmetrie zwischen Verlust und Erholung: Der notwendige Gewinn wird auf einen bereits reduzierten Ausgangswert berechnet.

Start 100.000 €
Stress 78.300 € −21,7 %
Erholung 100.000 € +27,7 %

Portfolio A und Portfolio B im direkten Vergleich

Derselbe Stress wirkt je nach Gewichtung unterschiedlich. Der Vergleich macht sichtbar, wie stark die Zusammensetzung das Ergebnis des Modells beeinflusst.

Portfolio A −21,7 %
Ausgangswert
100.000 €
Nach Stress
78.300 €
Veränderung
−21.700 €
Nötige Erholung
+27,7 %
Portfolio B −14,1 %
Ausgangswert
100.000 €
Nach Stress
85.900 €
Veränderung
−14.100 €
Nötige Erholung
+16,4 %
Unterschied im Beispiel: 7,6 Prozentpunkte

Portfolio B verliert im gewählten Aktiencrash-Modell 7,6 Prozentpunkte weniger als Portfolio A. Das ist keine Aussage darüber, welches Portfolio langfristig besser wäre, sondern ausschließlich ein Vergleich innerhalb dieses Stressszenarios.

Was lässt sich aus dem Ergebnis ablesen?

Gesamtverlust

Der prozentuale Rückgang zeigt, wie stark das gesamte Portfolio unter den gewählten Annahmen betroffen wäre.

Risikotreiber

Die Beitragsanalyse zeigt, welche Anlageklassen den größten Anteil am modellierten Verlust oder Gewinn haben.

Erholungsbedarf

Je größer ein Verlust ausfällt, desto stärker muss das verbliebene Kapital prozentual steigen, um wieder den Ausgangswert zu erreichen.

Vergleich der Gewichtung

Zwei Portfolios können auf exakt dasselbe Szenario sehr verschieden reagieren, wenn ihre Anlageklassen unterschiedlich gewichtet sind.

Wie berechnet der Portfolio-Stresstest das Ergebnis?

Für jede Anlageklasse wird zunächst ihr Anteil am Ausgangskapital bestimmt. Anschließend wird auf diesen Teilbetrag die für das gewählte Szenario hinterlegte prozentuale Veränderung angewendet. Die nach dem Stress verbleibenden Einzelwerte werden zum neuen Portfoliowert addiert.

Wert einer Anlageklasse

Ausgangskapital × Gewichtung der Anlageklasse

Wert nach Stress

Wert der Anlageklasse × (1 + Stressveränderung ÷ 100)

Neuer Portfoliowert

Summe aller Anlageklassen nach Anwendung des Stressszenarios

Nötige Erholung nach einem Verlust

(Ausgangswert ÷ Restwert − 1) × 100

Beispiel: Warum die Portfolioaufteilung einen Unterschied macht

Bei einem Ausgangskapital von 100.000 € enthält Portfolio A im Beispiel 60.000 € Aktien. Werden für diese Aktien im Stressmodell −35 % angenommen, entstehen allein daraus −21.000 € Wertveränderung. Positive Modellbeiträge aus Anleihen und Gold gleichen davon zusammen 800 € aus, während Immobilien weitere 1.500 € verlieren.

Dadurch verbleiben im Beispiel 78.300 €. Portfolio B besitzt dagegen nur 40 % Aktien und reagiert bei ansonsten identischem Szenario weniger stark. Sein modellierter Restwert beträgt 85.900 €.

Dieser Vergleich zeigt den Zweck eines Stresstests: Er soll nicht die Zukunft vorhersagen, sondern sichtbar machen, welche Bestandteile eines Portfolios unter festgelegten Annahmen besonders stark auf das Gesamtergebnis wirken.

Häufige Fragen zum Portfolio-Stresstest

Was ist ein Portfolio-Stresstest?

Ein Portfolio-Stresstest untersucht, wie sich vorab festgelegte Wertveränderungen verschiedener Anlageklassen auf ein Portfolio auswirken würden. Anders als eine Prognose beantwortet er eine hypothetische „Was wäre, wenn?“-Frage.

Ist der berechnete Verlust eine Vorhersage für den nächsten Börsencrash?

Nein. Die Szenarien sind illustrative Modellannahmen. Reale Krisen können hinsichtlich Stärke, Dauer, Reihenfolge und Wechselwirkung der Anlageklassen erheblich anders verlaufen.

Warum müssen die Portfolioanteile zusammen 100 Prozent ergeben?

Das Tool verteilt den vollständigen eingegebenen Portfoliowert auf fünf Anlageklassen. Nur bei insgesamt 100 % entspricht die Summe der Teilbeträge exakt dem angegebenen Ausgangskapital.

Was bedeutet die notwendige Erholung nach einem Verlust?

Nach einem Verlust wird der anschließende Gewinn auf einen kleineren Kapitalbetrag berechnet. Deshalb ist beispielsweise nach einem Rückgang von 20 % ein Gewinn von 25 % nötig, um wieder den ursprünglichen Wert zu erreichen.

Was ist der Unterschied zum Monte-Carlo-Simulator?

Dieser Stresstest berechnet die Folgen eines konkret festgelegten Szenarios. Eine Monte-Carlo-Simulation untersucht dagegen viele mögliche Entwicklungspfade anhand von Wahrscheinlichkeits- und Zufallsannahmen. Beide Werkzeuge beantworten daher unterschiedliche Fragestellungen.

Kann ich eigene Crash-Annahmen verwenden?

Ja. Im Bereich „Eigenes Stressszenario festlegen“ können für Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold und Liquidität individuelle Veränderungen zwischen −100 % und +100 % eingestellt werden.

Werden meine Eingaben übertragen oder gespeichert?

Nein. Das Tool benötigt keine Datei-Uploads, kein Benutzerkonto und keine externen Datenquellen. Die Berechnungen sind für die lokale Verarbeitung im Browser vorgesehen und die eingegebenen Werte müssen dafür nicht an einen externen Dienst übertragen werden.

Hinweis zur Einordnung der Ergebnisse

Der Portfolio-Stresstest ist ein Informations- und Rechenwerkzeug für hypothetische Szenarien. Die Ergebnisse stellen keine Anlageempfehlung, Finanzberatung, Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Prognose zukünftiger Marktentwicklungen dar. Individuelle Anlageentscheidungen können wesentlich mehr Faktoren erfordern, als dieses vereinfachte Modell berücksichtigt.

Mehr Tools & Rechner:

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