Monte-Carlo-Simulator für Geldanlagen

Monte-Carlo-Simulator für Geldanlagen

Wie entwickelt sich mein Vermögen wirklich und wie sicher ist mein Sparziel? Klassische Renditerechner zeigen oft nur einen einzigen theoretischen Endbetrag. Doch Kapitalmärkte verlaufen nicht geradlinig: Gute und schwache Jahre wechseln sich ab, Kurse schwanken und selbst bei gleichen Voraussetzungen können sehr unterschiedliche Ergebnisse entstehen.

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Der Monte-Carlo-Simulator macht diese Unsicherheit sichtbar. Er berechnet Tausende mögliche Anlageverläufe und zeigt Ihnen, welche Endvermögen realistisch erscheinen, wie groß die Spannweite ausfallen kann und mit welcher Wahrscheinlichkeit Sie Ihr persönliches Sparziel erreichen:

ETF-Rendite-Simulator mit Wahrscheinlichkeiten

Monte-Carlo-Simulator für Geldanlagen

Berechnen Sie nicht nur einen einzelnen möglichen Endwert, sondern Tausende unterschiedliche Anlageverläufe. Der Simulator zeigt, in welchem Bereich sich Ihr Vermögen unter den gewählten Annahmen entwickeln könnte und wie wahrscheinlich ein persönliches Sparziel erreicht wird.

  • Wahrscheinlichkeitskorridor statt einer einzigen Renditeprognose
  • Auswertung von ungünstigen, mittleren und günstigen Verläufen
  • Visualisierung von Schwankungen, Endvermögen und Zielerreichung
  • Vergleich zweier Spar- und Anlageszenarien
  • Optionaler früher oder später Börsenrückgang als Stresstest

So verwenden Sie den Rendite-Simulator

  1. Tragen Sie Startkapital, monatliche Sparrate, Anlagedauer und gewünschtes Sparziel ein.
  2. Legen Sie die erwartete Rendite, die jährlichen Kosten und die angenommene Schwankungsbreite fest.
  3. Aktivieren Sie bei Bedarf ein zweites Szenario oder einen zusätzlichen Börsenrückgang.
  4. Starten Sie die Simulation und vergleichen Sie Perzentile, Zielwahrscheinlichkeit, Beispielverläufe und mögliche Endvermögen.

Eine Monte-Carlo-Simulation ist keine Vorhersage. Sie berechnet viele mögliche Entwicklungen anhand mathematischer Annahmen. Dadurch wird sichtbar, dass dieselbe durchschnittliche Rendite zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen kann.

Angaben für die Simulation

Alle Geldbeträge werden in Euro und alle Rendite-, Kosten- und Schwankungsangaben als Jahreswerte eingegeben.

Szenario A: Ihre Hauptberechnung
Bereits vorhandenes Kapital zu Beginn der Simulation.
Die Sparrate wird in der Modellrechnung am Ende jedes Monats angelegt.
Für sehr lange Zeiträume nimmt die Unsicherheit der Ergebnisse zu.
Das Tool berechnet, in wie vielen Simulationen dieser Betrag erreicht oder überschritten wird.
Eine langfristige Modellannahme vor Berücksichtigung der angegebenen Anlagekosten.
Hier können beispielsweise laufende Fonds-, ETF- oder Vermögensverwaltungskosten berücksichtigt werden.
Damit kann das Ergebnis zusätzlich in heutiger Kaufkraft angezeigt werden.
Angenommene Schwankungsbreite

Die Volatilität beschreibt, wie stark die jährlichen Ergebnisse um den erwarteten Mittelwert schwanken können. Die Profile sind vereinfachte Rechenannahmen und keine Empfehlung für eine bestimmte Geldanlage.

Dieser Wert wird verwendet, sobald das Profil „Eigener Wert“ ausgewählt ist.
Optionaler Vergleich zweier Strategien

Szenario B übernimmt Rendite, Kosten, Volatilität, Inflation und Stresstest-Einstellungen aus Szenario A. Verändert werden Startkapital, Sparrate, Laufzeit und Sparziel.

Stresstest und Simulationsoptionen
Der Rückgang wird einmalig zusätzlich zu den zufälligen Marktschwankungen angewendet.
Beispiel: 30 Prozent bedeutet eine einmalige Verringerung des zu diesem Zeitpunkt vorhandenen Vermögens.
Mehr Durchläufe können die Verteilung stabilisieren, benötigen aber mehr Rechenzeit.
Mit derselben Simulations-ID und denselben Eingaben lässt sich die Auswertung reproduzieren.

Bitte prüfen Sie vor der Berechnung, ob alle Annahmen zu Ihrem gewünschten Szenario passen.

Wahrscheinlichkeitsbasierte Auswertung

Beispielauswertung für 10.000 Euro Startkapital, 300 Euro monatliche Sparrate, 25 Jahre Laufzeit, 7 Prozent erwartete Rendite, 15 Prozent Volatilität, 0,25 Prozent jährliche Kosten, 5.000 Simulationen und keinen zusätzlichen Börsenrückgang.

Mittleres Endvermögen

244.276 €

Median beziehungsweise 50. Perzentil

Ungünstiger Verlauf

124.885 €

Nur 10 Prozent der Verläufe liegen darunter

Günstiger Verlauf

513.432 €

10 Prozent der Verläufe liegen darüber

Chance auf das Sparziel

48,1 %

250.000 Euro werden erreicht oder überschritten

Eigenes eingezahltes Kapital

100.000 €

Startkapital und sämtliche Sparraten

Median in heutiger Kaufkraft

148.894 €

Beispielrechnung mit 2 Prozent Inflation

Einordnung der Beispielauswertung

  • In der Hälfte der simulierten Verläufe beträgt das Endvermögen mindestens rund 244.276 Euro.
  • 80 Prozent der Ergebnisse liegen ungefähr zwischen 124.885 Euro und 513.432 Euro.
  • Das Sparziel von 250.000 Euro wird in rund 48,1 Prozent der simulierten Verläufe erreicht.
  • In rund 3,9 Prozent der Beispielsimulationen liegt das Endvermögen unter dem insgesamt eingezahlten Kapital von 100.000 Euro.
  • Die große Spannweite entsteht durch die angenommene Volatilität und die unterschiedliche Reihenfolge positiver und negativer Anlagejahre.

Wahrscheinlichkeitstrichter der Vermögensentwicklung

Der äußere Korridor stellt das 10. bis 90. Perzentil dar. Der innere Korridor zeigt das 25. bis 75. Perzentil. Die mittlere Linie entspricht dem Median der simulierten Anlageverläufe.

Wahrscheinlichkeitstrichter für das simulierte Vermögen Beispielhafte Entwicklung über 25 Jahre. Das 10. Perzentil endet bei etwa 124.885 Euro, der Median bei 244.276 Euro und das 90. Perzentil bei 513.432 Euro.
Beispielhafter Vermögenskorridor bei den voreingestellten Annahmen. Die Darstellung wird nach einer Berechnung an die Eingaben angepasst.
  • 10. bis 90. Perzentil
  • 25. bis 75. Perzentil
  • Median
Beispielwerte des Wahrscheinlichkeitstrichters nach Anlagedauer
Zeitpunkt 10. Perzentil 25. Perzentil Median 75. Perzentil 90. Perzentil
Start 10.000 € 10.000 € 10.000 € 10.000 € 10.000 €
Nach 5 Jahren 25.511 € 29.040 € 34.212 € 40.397 € 47.068 €
Nach 10 Jahren 44.200 € 53.344 € 66.288 € 83.856 € 103.368 €
Nach 15 Jahren 65.682 € 83.268 € 109.737 € 144.909 € 190.424 €
Nach 20 Jahren 93.175 € 121.333 € 167.102 € 231.736 € 318.495 €
Nach 25 Jahren 124.885 € 168.841 € 244.276 € 356.402 € 513.432 €

Beispielhafte einzelne Anlageverläufe

Die Linien zeigen zehn mögliche Verläufe aus derselben Simulation. Alle starten mit identischen Voraussetzungen, entwickeln sich durch die zufällige Reihenfolge positiver und negativer Renditen aber unterschiedlich.

Zehn beispielhafte simulierte Kapitalverläufe Zehn Anlageverläufe beginnen bei 10.000 Euro und enden nach 25 Jahren bei unterschiedlichen Beträgen zwischen ungefähr 112.000 Euro und 588.000 Euro.
Einzelne Linien sind keine Prognosen. Sie verdeutlichen die mögliche Spannweite und den Einfluss der zeitlichen Reihenfolge von Renditen.

Verteilung der simulierten Endvermögen

Das Histogramm ordnet die 5.000 simulierten Endwerte verschiedenen Wertebereichen zu. Hohe Balken kennzeichnen Bereiche, in denen besonders viele Simulationen enden.

Histogramm der simulierten Endvermögen Die meisten Beispielsimulationen enden zwischen 150.000 Euro und 300.000 Euro. Einzelne Ergebnisse liegen deutlich darunter oder darüber.
Prozentuale Häufigkeit der Endwerte in den jeweiligen Vermögensbereichen.
Wertebereiche des Beispiel-Histogramms anzeigen
Verteilung der 5.000 beispielhaften Simulationsergebnisse
Endvermögen Anzahl der Simulationen Anteil
Unter 100.000 € 195 3,9 %
100.000 € bis unter 150.000 € 740 14,8 %
150.000 € bis unter 200.000 € 853 17,1 %
200.000 € bis unter 250.000 € 806 16,1 %
250.000 € bis unter 300.000 € 649 13,0 %
300.000 € bis unter 350.000 € 461 9,2 %
350.000 € bis unter 400.000 € 328 6,6 %
400.000 € bis unter 500.000 € 426 8,5 %
500.000 € bis unter 650.000 € 314 6,3 %
650.000 € bis unter 800.000 € 116 2,3 %
800.000 € bis unter 1.000.000 € 68 1,4 %
Mindestens 1.000.000 € 42 0,8 %

Wahrscheinlichkeit der Zielerreichung

Wahrscheinlichkeit, das Sparziel zu erreichen Das Sparziel von 250.000 Euro wird im Beispiel in 48,1 Prozent der Simulationen erreicht. 48,1 % Zielchance
Anteil der simulierten Verläufe, die das gewählte Sparziel erreichen oder überschreiten.
48,1 %

Gewähltes Sparziel: 250.000 €

Einzahlungen und Wertentwicklung

Das mittlere simulierte Endvermögen besteht aus Startkapital, laufenden Sparraten und der modellierten Wertentwicklung.

Zusammensetzung des mittleren Endvermögens Von rund 244.276 Euro mittlerem Endvermögen entfallen 10.000 Euro auf das Startkapital, 90.000 Euro auf Sparraten und rund 144.276 Euro auf die simulierte Wertentwicklung.
Zusammensetzung des Medians der simulierten Endvermögen.
Startkapital
10.000 €
Summe der Sparraten
90.000 €
Simulierter Wertzuwachs
144.276 €

Vergleich von Szenario A und Szenario B

Eine höhere monatliche Sparrate führt nicht automatisch zum höheren Endvermögen, wenn die Anlagedauer gleichzeitig deutlich verkürzt wird. Der Vergleich macht den Einfluss von Sparrate und Zeit sichtbar.

Beispielvergleich: 300 Euro über 25 Jahre und 500 Euro über 18 Jahre
Kennzahl Szenario A Szenario B
Startkapital 10.000 € 10.000 €
Monatliche Sparrate 300 € 500 €
Anlagedauer 25 Jahre 18 Jahre
Insgesamt eingezahltes Kapital 100.000 € 118.000 €
10. Perzentil 124.885 € 126.672 €
Median 244.276 € 217.200 €
90. Perzentil 513.432 € 391.881 €
Chance auf 250.000 € 48,1 % 37,2 %
Median in heutiger Kaufkraft 148.894 € 152.074 €

So wird die Monte-Carlo-Simulation berechnet

Der Simulator erzeugt je nach Auswahl 1.000, 5.000 oder 10.000 mögliche Kapitalentwicklungen. Jeder Verlauf wird in monatlichen Zeitschritten berechnet. Die Renditen schwanken zufällig um die erwartete Rendite und orientieren sich an der angegebenen Volatilität.

Rendite und Schwankung

Die erwartete Rendite bestimmt die langfristige Richtung. Die Volatilität beeinflusst, wie weit einzelne Monats- und Jahresergebnisse davon abweichen können.

Kosten

Die eingetragenen jährlichen Anlagekosten werden von der erwarteten Rendite abgezogen und wirken sich während der gesamten Laufzeit aus.

Monatliche Einzahlungen

Die Sparrate wird in der Modellrechnung am Ende jedes Monats dem vorhandenen Vermögen hinzugefügt.

Stresstest

Ein ausgewählter Börsenrückgang reduziert das zu diesem Zeitpunkt vorhandene Kapital einmalig um den angegebenen Prozentsatz.

Inflationsbereinigung

Der nominale Median kann mit der angegebenen Inflationsrate auf die heutige Kaufkraft umgerechnet werden.

Reproduzierbare Ergebnisse

Die Simulations-ID dient als Ausgangswert des Zufallszahlengenerators. Identische Eingaben und dieselbe ID führen erneut zu denselben Ergebnissen.

Mathematische Modellannahmen anzeigen

Für jeden Monat wird ein zufälliger Renditefaktor aus einem lognormalen Modell berechnet. Vereinfacht verwendet der Simulator folgende Struktur:

Monatsfaktor = exp(((Rendite − Kosten − 0,5 × Volatilität²) ÷ 12) + (Volatilität ÷ √12 × Zufallswert))

Rendite, Kosten und Volatilität werden für die Berechnung als Dezimalwerte verwendet. Der Zufallswert stammt aus einer standardisierten Normalverteilung.

Was bedeuten die angezeigten Perzentile?

10. Perzentil
10 Prozent der Simulationen enden unterhalb und 90 Prozent oberhalb dieses Wertes.
25. Perzentil
Ein Viertel der Simulationen liegt unterhalb und drei Viertel oberhalb dieses Ergebnisses.
Median oder 50. Perzentil
Die Hälfte der Simulationen endet unterhalb und die andere Hälfte oberhalb dieses Wertes.
75. Perzentil
Drei Viertel der Simulationen liegen unterhalb und ein Viertel oberhalb dieses Ergebnisses.
90. Perzentil
90 Prozent der Simulationen enden unterhalb und 10 Prozent oberhalb dieses Wertes.

Datenschutz und lokale Verarbeitung

Die Berechnung ist für eine lokale Ausführung im Browser vorgesehen. Die eingegebenen Werte müssen nicht an einen externen Server übertragen werden. Das Tool benötigt keine externe Bibliothek, keine Kursdaten-API und keine Registrierung.

Häufige Fragen zum Monte-Carlo-Simulator

Was ist eine Monte-Carlo-Simulation bei Geldanlagen?

Eine Monte-Carlo-Simulation berechnet viele unterschiedliche mögliche Kapitalverläufe. Dabei werden Renditen nicht in jedem Jahr als gleich hoch angenommen, sondern innerhalb einer festgelegten Schwankungsbreite zufällig variiert. Aus den Ergebnissen lassen sich Wahrscheinlichkeitsbereiche und Zielerreichungsquoten ableiten.

Warum zeigt der Simulator keinen einzigen sicheren Endbetrag?

Kapitalmärkte entwickeln sich nicht gleichmäßig. Selbst bei derselben langfristigen Durchschnittsrendite können gute und schlechte Anlagejahre in unterschiedlicher Reihenfolge auftreten. Ein Ergebniskorridor bildet diese Unsicherheit besser ab als eine einzelne Hochrechnung.

Was bedeutet Volatilität?

Die Volatilität beschreibt die Stärke der Wertschwankungen. Eine höhere Volatilität führt im Modell meist zu einer größeren Spanne zwischen ungünstigen und günstigen Ergebnissen. Sie sagt allein jedoch nicht aus, ob eine Geldanlage geeignet oder ungeeignet ist.

Warum kann der Zeitpunkt eines Börsenrückgangs wichtig sein?

Ein früher Rückgang betrifft zunächst ein vergleichsweise kleines Vermögen und kann bei weiteren Einzahlungen teilweise durch günstigere Kaufkurse ausgeglichen werden. Ein später Rückgang trifft häufig einen wesentlich größeren Kapitalbestand und lässt bis zum Ende weniger Zeit für eine Erholung.

Was sagt eine Zielwahrscheinlichkeit von 70 Prozent aus?

Eine Zielwahrscheinlichkeit von 70 Prozent bedeutet, dass das angegebene Sparziel in 70 Prozent der berechneten Verläufe erreicht oder überschritten wurde. In 30 Prozent der Simulationen wurde es nicht erreicht. Daraus entsteht keine Garantie für die tatsächliche Entwicklung.

Werden Steuern in der Berechnung berücksichtigt?

Nein. Die steuerliche Behandlung hängt unter anderem vom Wohnsitz, vom Finanzprodukt, von Freibeträgen, realisierten Gewinnen und persönlichen Umständen ab. Deshalb werden Steuern in diesem allgemeinen Simulator nicht pauschal eingerechnet.

Warum kann sich das inflationsbereinigte Ergebnis stark unterscheiden?

Inflation verringert über lange Zeiträume die Kaufkraft des Geldes. Ein nominales Endvermögen von 250.000 Euro kann deshalb in 20 oder 30 Jahren deutlich weniger Waren und Dienstleistungen finanzieren als heute.

Wie viele Simulationen sind sinnvoll?

Für eine schnelle Orientierung reichen häufig 1.000 Durchläufe. Mit 5.000 oder 10.000 Simulationen können Perzentile und Zielwahrscheinlichkeiten stabiler werden. Eine höhere Zahl verbessert jedoch nicht die Qualität der zugrunde liegenden Annahmen.

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