Ausführlicher Ratgeber zum Immobilienverkauf, Teil 2

Ausführlicher Ratgeber zum Immobilienverkauf, Teil 2

Das Eigenheim ist meist der wichtigste Besitz. Schließlich ist es nicht nur das Zuhause, sondern auch ein großer Vermögenswert und oft ein zentraler Baustein der Altersvorsorge. Deshalb bleiben Eigentümer normalerweise über Jahrzehnte in ihrer Immobilie wohnen.

Ausführlicher Ratgeber zum Immobilienverkauf, Teil 2

Allerdings kommt es genauso vor, dass ein Haus oder eine Eigentumswohnung verkauft werden soll. Bei einer Trennung oder Scheidung, im Erbfall oder wenn sich die berufliche Situation ändert, zum Beispiel.

Nur lässt sich eine Immobilie nicht so einfach verkaufen wie etwa ein Auto. Vielmehr gelten hier eigene Regeln und es gibt viele Dinge, die beachtet werden müssen.

Als Hilfestellung haben wir einen ausführlichen Ratgeber zum Immobilienverkauf erstellt. Dabei ging es in Teil 1 um den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf. Außerdem haben wir grob skizziert, wie der Immobilienverkauf abläuft.

Nun schauen wir uns an, was für und gegen den Verkauf mithilfe eines Maklers spricht:

Der Immobilienverkauf mit Makler

Zu den ersten Entscheidungen überhaupt gehört, ob der Eigentümer seine Immobilie privat verkauft oder einen Makler einschaltet. Bei der Bewertung der Immobilie, der Wahl der besten Verkaufsstrategie und in der eigentlichen Verkaufsphase lauern einige Fallstricke.

Nimmt der Eigentümer professionelle Hilfe in Anspruch, bleibt ihm nicht nur viel Arbeit erspart. Sondern der Eigentümer wählt auch den sichereren Weg. Allerdings gibt es eben auch Argumente, die gegen einen Makler sprechen. Der wichtigste Punkt dabei sind die Kosten.

Die Maklerkosten

Beauftragt der Eigentümer einen Makler mit dem Verkauf der Immobilie, wird für diese Dienstleistung eine Vergütung fällig. Sie nennt sich Maklerprovision oder auch Courtage.

Gesetzliche Regelungen für die Höhe der Courtage gibt es nicht. Die Immobilienmakler und deren Verbände sprechen stattdessen von einer üblichen Maklerprovision. Sie beläuft sich auf einen bestimmten Prozentssatz vom Verkaufspreis und bemisst sich danach, welche Provision auf dem Immobilienmarkt im jeweiligen Bundesland und der entsprechenden Region eben üblich ist.

Dabei bewegt sich die übliche Maklerprovision in einem Rahmen zwischen 5,95 und 7,14 Prozent des Immobilienpreises. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die Maklerkosten umso höher sind, je teurer die Immobilie ist.

Wer die Maklerprovision bezahlt, hängt vom Bundesland ab. Anders als bei Mietwohnungen gibt es beim Immobilienverkauf das sogenannte Bestellerprinzip nämlich nicht. Selbst wenn der Eigentümer den Makler beauftragt (bestellt), heißt das also nicht, dass er den Makler auch bezahlen muss.

In neun Bundesländern ist es so, dass sich der Eigentümer und der Käufer die Maklercourtage teilen. Hier bezahlt jede Partei drei Prozent plus Mehrwertsteuer. Zusammen macht das 3,57 Prozent des Kaufpreises aus, insgesamt 7,14 Prozent.

In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen hingegen übernimmt allein der Käufer die Maklerprovision. In Niedersachsen wiederum gibt es beide Vorgehensweisen.

Wichtig zu wissen ist aber folgendes:

Bei der Höhe der Maklerprovision gibt es durchaus Verhandlungsspielraum. Der Eigentümer kann also versuchen, mit dem Makler über die Courtage zu verhandeln. Ob sich der Makler darauf einlassen wird, hängt davon ab, wie schwierig die Vermarktung der Immobilie wird.

Ist die Nachfrage nach Immobilien groß, doch das Angebot gering, wird so mancher Makler bereit sein, seine Provision niedriger anzusetzen. Vielleicht stimmt er auch einem Festpreis zu. Ist das Angebot hingegen groß und die Nachfrage überschaubar, wird der Makler vermutlich auch die übliche Maklerprovision bestehen.

Die Maklerprovision senkt oft den Verkaufserlös

Selbst wenn der Käufer die Maklerprovision komplett bezahlt, ist der Eigentümer zumindest indirekt an den Kosten beteiligt. Denn wenn der Käufer ein bestimmtes Budget hat, kann er für die Immobilie als solches weniger ausgeben.

Das liegt ganz einfach daran, dass der Käufer jeden Euro, den er hat, eben nur einmal in die Immobilie investieren kann. Also muss er die Maklerprovision, die Notargebühren und die anderen Nebenkosten vom Gesamtbudget abziehen. So bleibt unterm Strich weniger Geld für das Haus oder die Wohnung übrig.

Die Sachlage kann sich aber schnell ändern, wenn der Makler einen Käufer findet, der ein größeres Budget hat. Oder wenn der Makler mehrere Interessenten auftut, die sich gegenseitig nach oben bieten.

Dann kann der Eigentümer die Immobilie zu einem besseren Preis verkaufen, als dies ohne die Hilfe des Maklers möglich gewesen wäre. Gleichzeitig gleicht der höhere Verkaufspreis die Maklerkosten anteilig oder sogar komplett aus.

Andersherum kann gut sein, dass der Makler den Immobilienpreis niedriger ansetzt, als es der Eigentümer getan hätte. Der Grund dafür kann natürlich sein, dass der Makler den Verkauf zügig über die Bühne bringen und seine Provision einstreichen will.

Oft wird der Grund aber sein, dass der Makler einfach besser einschätzen kann, welcher Verkaufspreis realistisch ist. Und ein Preis, der so hoch angesetzt ist, dass sich niemand für die Immobilie interessiert und diese zu einem echten Ladenhüter wird, hilft dem Eigentümer am Ende auch nicht weiter.

Einen Überblick verschaffen

Eine Immobilie wird entweder privat oder über einen Makler verkauft. Ob es besser gewesen wäre, wenn sich der Eigentümer für den entsprechend anderen Weg entschieden hätte, lässt sich im Nachhinein nicht sagen.

Denn wenn die Immobilie erst einmal verkauft ist, bleibt es offen, ob der Eigentümer einen noch höheren Preis hätte erzielen können.

Ob sich der Eigentümer für oder gegen einen Makler entscheidet, bestimmt sich letztlich danach, ob er sich den Verkauf alleine zutraut oder ob nicht. Wohnt der Eigentümer beispielsweise weiter weg, wird er den Immobilienverkauf ohne Makler oft kaum bewerkstelligen können. Denn Anfragen, Besichtigungen und Verkaufsgespräche aus der Ferne zu organisieren, ist schwierig.

Doch selbst wenn der Eigentümer vor Ort ist, aber keine Erfahrung im Immobilienverkauf hat, sollte er sich zumindest mit dem einen oder anderen Makler zusammensetzen. So kann er sich einen Überblick über die Dienstleister verschaffen, die in seiner Region tätig sind. Ein paar Tipps kann er dabei sicher auch für sich mitnehmen.

Zudem ist er auf Anrufe vorbereitet. Denn sobald die Verkaufsanzeige in der Zeitung steht oder auf Internetportalen veröffentlich ist, werden diverse Makler den Eigentümer anrufen und ihm ihre Dienste anbieten.

Dazu kommen die Anrufe von möglichen Interessenten. Hat der Eigentümer mit einem Makler gesprochen, weiß er ungefähr, was er antworten kann.

Nach den Gesprächen kann der Eigentümer dann immer noch entscheiden, ob er einen Makler beauftragt oder ob nicht. Und wie er den richtigen Makler findet, schauen wir uns im nächsten Teil an.

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Redaktion

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Armin Stolz, 47 Jahre, Finanzberater, Siegmund Taubel, 53 Jahre, Investmentbanker, Marina Mekovic, 38 Jahre, Aktienanalystin, sowie ferya Gülcan , Redakteurin und Betreiberin dieser Webseite, schreiben hier Wissenswertes, geben Tipps und Ratgeber zu Geldanlagen, Investments und allgemeine Finanzthemen.

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