Private Investoren

Private Investoren

Als private Investoren werden Anleger bezeichnet, die als Privatperson, also als eigenständige Person, die nicht im Auftrag eines Unternehmens oder eines Amtes agiert, privates Kapital investieren. Dabei werden private Investoren auch als Kleinanleger oder Retailanleger bezeichnet. In der Regel investieren private Investoren geringe Summen und in unregelmäßigen Abständen.

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Daraus ergibt sich, dass private Investoren meist nicht gut mit den Regeln des Kapitalmarktes vertraut sind und insbesondere im Hinblick auf Risiken der verschiedenen Anlageformen detailliert informiert werden müssen. Zum Schutz privater Investoren schreibt die Gesetzgebung zwar Finanzmarktrichtlinien vor, allerdings gelten diese Richtlinien nicht für alle Anlageformen in gleichem Maße.

Während sich beispielsweise Hedgefonds streng an die Richtlinien halten müssen, gilt dies für offene Fonds nur bedingt und geschlossene Fonds unterliegen keinen vom Gesetzgeber festgelegten Vorschriften. Jedoch auch im Hinblick auf Renditeerwartungen und die Besteuerung der Einnahmen schreibt der Gesetzgeber eine Beratung vor. Andernfalls kann der Anleger bei Verlusten, die sich durch eine schlechte oder nicht ausreichende Beratung ergeben, gegen den Berater klagen und Schadensersatzansprüche geltend machen. Eine Ausnahme bilden in der Gruppe der privaten Investoren sog. Business Angels.

Bei Business Angels beschränkt sich das Investment nicht nur auf die Kapitalbeteiligung, sondern beinhaltet auch eine ratgebende und unterstützende Mitarbeit. Auch wenn Business Angels in der Regel wirtschaftlich unabhängig sind, verfolgen sie durch ihre Beteiligungen das Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Das Gegenteil von privaten Investoren sind institutionelle Investoren.

In diese Gruppe gehören Unternehmen, Banken und Versicherungsgesellschaften, Fondsgesellschaften sowie die öffentliche Hand in Form von Bund, Länder oder Gemeinden. Institutionelle Anleger verfügen in der Regel über ein großes Investitionsvolumen, tätigen ihre Investitionen in regelmäßigen Abständen und sind daher mit den Richtlinien und Gesetzen des Finanzmarktes sowie den Chancen und Risiken der verschiedenen Anlageformen bestens vertraut. Die maßgebliche Einflussnahme auf Entwicklungen des Finanzmarkts geht daher von institutionellen Anlegern aus.

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