Infos zu Credit Default Swaps

Infos und Übersicht zu CDS (Credit Default Swaps) 

Credit Default Swaps, kurz CDS, werden schon seit mehreren Jahren gehandelt, in das Bewusststein vieler Anleger und Verbraucher sind sie jedoch erst durch die US-Finanzkrise gerückt.

Bei einem CDS handelt es sich um ein Derivat, durch das die Ausfallrisiken für Anleihen und Kredite handelbar werden, was bedeutet, dass ein Kreditinstitut, ein Wertpapierhandelsunternehmen oder eine Versicherung einen CDS dazu nutzen kann, um die Risiken von eingegangenen Geschäften zu versichern.

Gehandelt werden diese Derivate außerhalb der normalen Börsenplätze.

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Seit Mitte der 1990er Jahre ist es möglich, CDS zu handeln. Dabei sind Credit Swaps Veränderungen im Renditeunterschied von privatwirtschaftlich verbrieften Forderungen und von Staatsanleihen. Der Sicherungsnehmer entrichtet eine regelmäßige Gebühr, üblicherweise quartalsweise oder halbjährlich.

Im Gegenzug erhält er vom Sicherungsgeber eine Ausgleichszahlung, wenn der Referenzschuldner ausfällt. Die Ausgleichszahlung erhält der Sicherungsnehmer dabei unabhängig davon, ob ihm durch den Ausfall ein Schaden entstanden ist oder nicht.

Insofern sind CDS ein Instrument, durch das Kreditrisiken gehandelt und Long und Short gegangen werden können, unabhängig von bestehenden Kreditbeziehungen.

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Die vereinbarte Prämie beziffert die Differenz der Rendite solcher Papiere im Vergleich zu sicheren Staatsanleihen. Üblicherweise wird sie in Basispunkten angegeben und ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozent des Nennwertes der verbrieften Forderung. Fällt ein Kredit aus, der über einen CDS versichert war, erhält der Käufer die Differenz zwischen dem Nennwert des Papiers und dem noch zu erlösenden Preis.

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Zu den Käufern von CDS gehören in erster Linie institutionelle Investoren, die sich gegen eine Ausweitung von Renditeunterschieden von privatwirtschaftlichen Forderungen im Vergleich zu Staatsanleihen absichern möchten. Allerdings finden sich auch Spekulanten unter den Anlegern, die zwar über keine verbriefbaren Forderungen verfügen, aber von Veränderungen der Risikoprämien profitieren möchten.

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Durch CDS sichert sich ein Unternehmen also gegen die Kosten eines Kreditausfalls ab. Risiken drohen dann, wenn die Kosten für diese Absicherung extrem steigen. Während der Hypothekenkrise in den USA beispielsweise erhöhten sich die Credit Swaps, also die Risikoaufschläge, zwischen den Forderungen aus den Subprime-Krediten und den Staatsanleihen von durchschnittlichen 30 Basispunkten auf bis zu 1000 Basispunkte.

Diejenigen, die beispielsweise mittels Hedgefonds auf einen solchen Anstieg spekuliert hatten, profitierten von satten Gewinnen. Die Unternehmen hingegen, die sich durch CDS gegen Kreditausfälle abgesichert hatten, gerieten in finanzielle Engpässe, da die Kosten für ihre Absicherung explosionsartig angestiegen waren.

Hier eine Video-Dokumentation zum CDS-Derivat (englisch):

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